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Choreograph Lars Scheibner.

Es ist offenbar nicht alles Gold, was glänzt bei der Deutschen Tanzkompanie. Jedenfalls waren die Genesungswünsche für den künstlerischen Leiter und Chefchoreographen Lars Scheibner beim Jubiläumsfest in der vergangenen Woche im Garten des Kulturquartiers Mecklenburg-Strelitz (Strelitzius berichtete) nur die halbe Wahrheit. Scheibner dürfte auch ohne Erkrankung kaum Lust verspürt haben, mit Geschäftsführung und Stiftungsrat auf die 30 Jahre Kompanie anzustoßen.

Wie die Kollegen vom NDR berichten, befindet sich Scheibner, 2021 mit dem Landeskulturpreis gewürdigt, gegen seinen Arbeitgeber vor Gericht und klagt auf einen festen Arbeitsvertrag. Hier der mir von einem Leser zugeschickte Link zum Beitrag des Senders:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/News,kurzmeldungmv7158.html

Strelitzius hat sich heute um eine Stellungnahme des neuen Geschäftsführers der Tanzkompanie, Marco Zabel, bemüht. „Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir gemeinsam außergerichtlich zu einer Lösung finden“, so der Neustrelitzer, der den Posten zum 1. Juli übernommen und damit die strittige Angelegenheit quasi geerbt hat. Einen Dissens zwischen Geschäftsführung und Stiftungsrat in der Angelegenheit gebe es nicht, es liefen permanente Abstimmungen, so Zabel auf eine diesbezügliche Frage meinerseits.

„Ich möchte im Namen aller klarstellen, dass es uns nicht um einen Wechsel in der Künstlerischen Leitung oder die Trennung von Lars Scheibner geht. Die hohen Verdienste des Choreographen um die Tanzkompanie stehen außer Frage und haben mit der arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung nichts zu tun.“

Marco Zabel räumte abschließend ein, dass das Thema emotional sehr aufgeladen sei. Die Entscheidungsprozesse seien aber noch nicht abgeschlossen. Gleichwohl sei die Deutsche Tanzkompanie, da verrate er kein Geheimnis, finanziell nicht so aufgestellt, wie sie sein sollte.