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Schweigemarsch in Washington: Bernhard Docke (Alexander Scheer) und Rabiye Kurnaz (Meltem Kaptan). Foto: Verleih

Der neue Film von Andreas Dresen „RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH“, der auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführt wurde, startet im Fabrik.Kino am Neustrelitzer Sandberg am 26. Mai um 19.30 Uhr. Zum Filmgespräch wird anwesend sein die Drehbuchautorin Laila Stieler, die den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch gewonnen hat. Für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle wurde Meltem Kaptan ebenfalls mit dem Silbernen Bären geehrt.

Der Film hat den realen Fall des Murat Kurnaz zum Inhalt, der von Januar 2002 bis August 2006 im US-Gefangenenlager Guantanamo ohne Anklage inhaftiert war. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Mutter von Murat Kurnaz erzählt. Fünf Jahre lang dauerte der Kampf der Bremer Hausfrau Rabiye Kurnaz, bis ihr Sohn Murat, der kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als Terrorist verdächtigt und ohne Anklage im Gefangenenlager Guantanamo interniert wurde, wieder freikam. Das beherzte Drama zeichnet mit viel Esprit und Verve das Ringen der couragierten Frau (dargestellt von Meltem Kaptan) mit dem lockeren Mundwerk nach, wobei der Film in ihrem trockenen Rechtsbeistand (Alexander Scheer) einen humorvollen Kontrapunkt findet und überdies das Versagen der deutschen Behörden anprangert.

„Der Film hat eine Leichtigkeit, wie sie bei so einem ernsten Thema nur ein Regisseur wie Andreas Dresen erzeugen kann. Im Gespräch mit Laila Stieler, die bei vielen seiner Filme mitgearbeitet hat und zuletzt mit dessen Film ‚GUNDERMANN‘ in der Alten Kachelofenfabrik zu Gast war, freuen wir uns auf einen anregenden und spannenden Kinoabend“, so Kinoleiter Horst Conradt. Eine telefonische Voranmeldung wird erbeten.