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Kreistag, Mecklenburgische Seenplatte, Parteien, Verkehr, Wahlen
Die Bündnisgrünen haben den in dieser Woche vom Kreistag einstimmig beschlossenen Nahverkehrsplan für die Seenplatte begrüßt. Zugleich machen sie sich aber Sorgen um die Umsetzung, die in der vergangenheit immer wieder an der Finanzierung gescheitert ist.
Jutta Wegner, die Kreistagsfraktionsmitglied der GRÜNEN und Landtagskandidatin für das Thema Mobilität auf Listenplatz 5 und im Wahlkreis Neubrandenburg 1 ist, plädiert: „Der neue Nahverkehrsplan mit vielen guten Ansätzen kann uns hoffnungsvoll stimmen. Deshalb sollten wir die Finanzierung nun gemeinsam absichern und bei der Umsetzung ambitioniert bleiben, denn gute Mobilitätspolitik ist Schlüssel zu mehr Lebensqualität und einer sozial gerechten Gesellschaft. Alle Fraktionen im Kreistag müssen jetzt die Chance nutzen und diesen Nahverkehrsplan auch gemeinsam umsetzen.
Besonders positiv fallen dem Kreisverband bessere Takte und Bedarfsverkehre im ländlichen Raum auf. Aber auch ein transparentes Tarifsystem, bessere Anschlussverbindungen zwischen Bus und Bahn und der besonderen Berücksichtigung der Erreichbarkeit von Kulturveranstaltungen und touristischen Orten stellten wichtige Beiträge dar, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit einem wachsamen Auge bleibe die „wackelige Aufrechterhaltung“ der Südbahn (Malchow-Parchim) und der Kleinseenbahn (Neustrelitz-Mirow) durch das Land zu beobachten.

Der NVP ist ein guter Ansatz, der in die richtige Richtung geht. Er könnte aber noch mutiger sein. Zum Beispiel ist die MVVG nicht verpflichtet, eine leistungsfähige Mobilitäts-App und bargeldlose Zahlungen einzuführen. Dies ist aber inzwischen Standard.
Gerade bei den „Bedarfsverkehren“ auf dem Land hätte ich mir gewünscht, dass wir auf eine Mobilitätsgarantie 16 Stunden am Tag 7 Tage die Woche für unsere Bürgerinnen und Touristinnen hinarbeiten. Das heisst, dass überall, wo keine Linie im 60-Minuten-Takt verkehrt, ein verlässlicher, bestellbarer Nahverkehr eingeführt wird mit einer Vorbestellzeit von 30 Minuten. Gern auch mittelfristig mit kleinen Bussen mit Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb. In der jetzigen Form kann weiterhin kein Schichtarbeiter bzw. Vollzeit-Arbeitnehmer den Nahverkehr nutzen, da dieser Service nur von 9-17 Uhr angeboten wird.
Wenn ich den Wahlkreis 17 direkt gewinnen sollte, werde ich mich als Bundestagsabgeordneter in Berlin dafür einsetzen, dass die schnelle Umsetzung des NVP durch Einwerben von Fördermitteln und Modellversuche (z.B. Züge mit Wasserstoff-Antrieb auf der Südbahn) überhaupt möglich und die Finanzierung gesichert wird. Damit Mobilität auf dem Land auch ohne Auto eine echte Alternative wird.