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Paul Sprung versenkt den Ball in der gegnerischen Hälfte.

Unsere PSV-Jungs waren am Abend in der Strelitzhalle so nah an einer kleinen Sensation! Am Ende unterlagen sie in einem weiteren Geisterspiel vor leeren Rängen den Gästen vom Moerser SC mit 2:3 (25:23, 25:14, 14:25, 24:26, 12:15). Trotz der 2:0-Satzführung und Matchball im vierten Satz für die Neustrelitzer musste sich das Team von Coach Mewes Goertz den favorisierten Gegnern vom Niederrhein noch geschlagen geben.

Der PSV hat heute über große Strecken exzellent geblockt.

Cotrainer Dirk Heß hatte mir eingangs im Wissen um die Stärke der Moerser gesagt, dass jedes Satzergebnis über 15 Punkte auf Seiten der Neustrelitzer schon als Erfolg zu werten sei. Umso beeindruckender, dass sein Team dann bis kurz vor Ultimo mit den Gästen auf Augenhöhe war. Der Moerser SC stand mit dem Rücken zur Wand, zwischenzeitlich lagen die Nerven bei den Gästen blank. Den einen Punkt jedenfalls hat sich der PSV redlich verdient, aber, es war natürlich mehr drin.

Die Partie hat viel Kraft gekostet, die Neustrelitzer haben sich alles andere als geschont.

Mewes Goertz machte aus seiner Enttäuschung kein Hehl. „Das ist schon verdammt ärgerlich, dass wir die Partie nicht für uns entscheiden konnten. Eigentlich hatten unsere Spieler in der langen Partie genug Zeit, um sich auf die Abwehr der Moerser einzustellen. Das letzte bisschen Cleverness fehlte.“ Andererseits wolle er die Kirche im Dorf lassen. Immerhin habe hier der Aufsteiger gegen den Titel- und Aufstiegsaspiranten gespielt. „Schade, dass keine Zuschauer in die Halle kommen dürfen. Das wäre hier heute ein Hexenkessel geworden“, bedauerte Goertz im Abschlussgespräch mit mir. „Und vielleicht hätte der Heimvorteil dann den Ausschlag gegeben und die Begegnung zu unseren Gunsten entschieden.“

Tom Orzelski

Als bester Spieler beim PSV wurde Tom Orzelski gewürdigt. Das nächste Punktspiel bestreiten die Neustrelitzer am 20. Februar auswärts gegen den Kieler TV, eine weitere Spitzenmannschaft in der 2. Bundesliga Nord.

Zu Beginn hatten beide Mannschaften und die wenigen weiteren Anwesenden in der Strelitzhalle den heute im Alter von erst 40 Jahren plötzlich verstorbenen Sicherheitschef des PSV Thomas Christ geehrt. „Wir sind sehr traurig“, so PSV-Volleyballchef Patrick Scholz gegenüber Strelitzius.

Der PSV Neustrelitz trauert um Thomas Christ.