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Kathrin Rütz (links) und Yvonne Bendrich freuen sich über den Scheck der TSG Neustrelitz, den Nico Kosche mitgebracht hat. Foto: Stephan Radtke

Die Nachwuchsfußballer der TSG Neustrelitz haben sich in dieser Woche eindrucksvoll aus dem Lockdown gemeldet. „Wir hatten im Dezember, als wir noch trainieren konnten, Spendendosen bei uns aufgestellt und unsere Mitglieder und die Eltern der 179 Kinder und Jugendlichen darüber informiert, dass wir für das Neustrelitzer Hospiz des DRK sammeln wollen“, erklärte Nico Kosche. Der Juniorentrainer besuchte in dieser Woche das Luisendomizil in der Penzliner Straße der Residenzstadt und überraschte die beiden Hospizmitarbeiter Yvonne Bendrich und Kathrin Rütz.

Einen überdimensionalen Scheck versteckte der Nachwuchstrainer vorerst unter seinem langen Mantel und erzählte, wie es zu dieser Spendenaktion gekommen war. „Wir wollen als Sportverein der Stadt Neustrelitz nicht nur uns im Blick haben, sondern auch nach links und rechts schauen“, so Nico Kosche. „Mit dem Präsidium stimmten wir uns ab, dass wir als Schirmherr für diese Initiative auftreten wollen. Der Rest war ein Selbstläufer“, freute sich der Sportsmann zu Recht. „Eltern brachten ihre Kinder zum Training und Münzen wanderten in unsere Spendenbox. Unsere Kicker von den Bambini bis hoch zur A-Jugend teilten ihr Taschengeld und warfen stolz einen Obolus in die Büchse. Eigentlich wollten wir auch noch im regulären Spielbetrieb Spenden generieren, was uns leider nicht vergönnt war. Aber dennoch sind 1.000 Euro zusammengekommen, die wir Ihnen gern für die Hospizarbeit überreichen wollen“, zückte Nico Kosche dann den Scheck.

„Wir sind echt sprachlos über so viel soziales Engagement“, freute sich Yvonne Bendrich und erklärte: „Es ist gerade eine schwere Zeit, die die Trauer und damit auch die Hospizarbeit noch schwerer macht. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Arbeit Anerkennung findet“, dankte Yvonne Bendrich im Namen der Hospizbewohner und des Teams aus dem Neustrelitzer Luisendomizil.

Bei der TSG Neustrelitz geht unterdessen der Trainingsbetrieb im „Homeoffice“ weiter. „Ich habe eine Videoserie für unsere Schützlinge erstellt. So können sie auch zu Hause fit bleiben“, informierte Nico Kosche, der hofft, bald seine Nachwuchskicker auf dem Platz begrüßen zu dürfen.