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Thomas Besse. Foto: B4B MV

Im August lag die Arbeitslosenquote in der Seenplatte bei 9 Prozent. Insgesamt gab es 11.748 Arbeitslose, ein Rückgang zum Vormonat (- 176), ein Anstieg zum August 2019 (+959). Über 2.550 freie Stellen wurden gemeldet.

„Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie stabilisiert sich der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte weiter. Die direkten Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie, wie wir sie im April bis Mai mit voller Härte erlebt haben, lassen nach. Die Arbeitslosigkeit geht zurück und die Entlassungszahlen liegen deutlich unter denen des Vorjahresmonats. Gleichwohl bestehen Risiken durch die wieder steigenden Infektionszahlen. Drch den Einsatz von Kurzarbeit versuchen unsere Betriebe ihre Fachkräfte zu halten, was das Ausmaß von Entlassungen bisher begrenzte“, sagte Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Es bestünden weiter Engpässe am Fachkräftemarkt, so Besse. „Ob sie eine Fachkraft aufgrund einer Nachfrageschwäche entlassen wollen, überlegen sich viele Betriebe lieber zwei Mal. Schließlich haben sie in den Jahren zuvor die Erfahrung gemacht, wie schwer es ist, passende Mitarbeitende zu finden.“ Viele Unternehmen sehen sich daher nach Alternativen um, sagte der Arbeitsmarktexperte: „Die mediale Aufmerksamkeit, die die Diskussion um das Kurzarbeitergeld in den vergangenen Wochen gefunden hat, ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum sich aktuell viele Unternehmen und Betriebe nach Kurzarbeitergeld erkundigen. Wenn Kapazitäten nicht ausgelastet werden könnten, ist Kurzarbeit ein bewährtes Mittel, Entlassungen zu vermeiden.“

Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit laut Besse deutlich höher. Bis Mitte August wurde für 27.450 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich, im März und April 2020, 12.535 Mitarbeitende – aus 1.994 Unternehmen – in Kurzarbeit. Das sind 50 Prozent der zuvor getätigten Anzeigen.