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Fußball, Lok Stendal, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, Spielbericht, TSG Neustrelitz

Dem Herrn sei’s getrommelt und gepfiffen! Die Oberligisten der TSG Neustrelitz haben ihr heutiges Heimspiel im Parkstadion gegen Lok Stendal mit 2:0 (2:0) gewonnen und damit drei enorm wichtige Punkte errungen. Entsprechende Erleichterung bei der Mannschaft, den Trainern, Offiziellen und den Fans.
Rund 250 Zuschauer erlebten bei Eiseskälte die Partie, in der Jean Carlo Yanez Cortes (11.) und Manuel Härtel (36.) die Treffer markierten, jeweils mit Dreiangelschüssen aus Nahdistanz. Und da war noch mehr drin. Während die TSG Neustrelitz in der ersten Hälfte klar dominierte und sich auch den einen oder anderen Szenenapplaus verdiente, kamen die Altmärker mit neuem Schwung aus der Kabine und zwangen die Gastgeber zunehmend in die Defensive. Zum Glück brachten die Stendaler nicht das Runde ins Eckige, auch nicht ins leere, und ihre mitgereisten Anhänger sangen verzweifelt „Wo sind uns’re Stürmer hin?“.
Unparteiischer nicht zimperlich
Die größte Chance auf Seiten der TSG hatte in den zweiten 45 Minuten Marius Schreiber, der, allein vorm Stendaler Kasten, aber nicht an Keeper Philipp Poser vorbei kam. In der aufgeheizten Schlussphase kassierten die Stendaler noch eine Rote und eine Gelb-Rote Karte. Schiedsrichter Leander Dietz war da nicht zimperlich, der zuvor schon sechs Mal Gelb gezogen hatte, davon vier Karten gegen Neustrelitzer.
„In der ersten Halbzeit haben wir wirklich sehr gut gespielt und sind völlig verdient mit 2:0 in Führung gegangen“, schätzte TSG-Kapitän Maik Frühauf nach Abpfiff im Gespräch mit Strelitzius ein. „In die zweite Halbzeit sind wir nicht so gut gekommen, mussten alle zusammen viel verteidigen, haben sie aber ohne Gegentor durchgehalten, auch wenn nicht immer alles geklappt hat. Letztlich haben wir das Ergebnis hinübergerettet. Das Spiel haben wir in der ersten Hälfte gewonnen.“
Coach Jovanovic: Fokussiert und Leidenschaft von Beginn an
Coach Velimir Jovanovic hatte seine Spieler bereits in der Kabine darauf hingewiesen, dass eine 2:0-Führung durchaus mit Gefahren verbunden sein kann. „Für mich ist es sogar das gefährlichste Zwischenergebnis im Fußball“, sagte mir mein Blogpartner. „Unsere Mannschaft hat das super gemacht und alles wegverteidigt, was ging. Wir hätten das 3:0 machen müssen., haben wir nicht. Aber, wir haben zwei Tore geschossen und keines kassiert, waren fokussiert, haben Leidenschaft von Beginn an auf den Platz gebracht, wie wir uns das vorgenommen haben. Deswegen haben wir das Spiel verdient gewonnen.“ Seinen Spielern sagte Jovanovic mit einem Dankeschön für die gezeigte Leistung im Schlusskreis: „Lasst uns genau da weitermachen, wo wir gerade sind.“
TSG-Präsident Manke: Die Leidenschaft mitnehmen
Das letzte Wort habe ich TSG-Präsident Nico Manke gegeben. „Leider konnten wir den Schwung aus der ersten Halbzeit, in der wir 4:0 hätten führen können, nicht mit in die zweite nehmen. Deswegen bin ich auch glücklich, dass die Begegnung letztlich so ausgegangen ist. Die Jungs haben gefightet, um den Sieg gefightet, und wir haben zu Null gespielt, den Fans, die trotz der Kälte ins Stadion gekommen sind, etwas wiedergegeben. Ich hoffe, dass wir die Leidenschaft von heute mit in die nächsten Spiele nehmen, darunter auch im Pokal.“
Unsere Strelitzer Jungs haben mit dem heutigen Erfolg die Rote Laterne in der Oberliga Nord abgegeben. Sie machten zwei Plätze in der Tabelle gut und rangieren jetzt auf Platz 14. Nächster Gegner ist am 22. November auswärts das neue aktuelle Schlusslicht Makkabi Berlin. Da will die Jovanovic-Elf erneut voll punkten. Zuvor muss die TSG Neustrelitz am kommenden Samstag im Achtelfinale des Landespokals beim SV Sukow (Landesklasse) antreten.

