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Die wenigsten meiner Leser werden schon mal in Buchholz gewesen sein. Wir bislang auch nicht, was dafür ausschlaggebend war, das abgelegene Dorf ganz am Rand unserer Landesgrenze zu Brandenburg heute über Priborn anzufahren.

Und siehe da, es gibt in Buchholz nicht nur eine respektable Marina mit Müritz-Anbindung, sondern sogar eine „Kulinarische Dorfstraße“. So zumindest die beeindruckende Ausschilderung. Tatsächlich verbergen sich hinter dem nicht eben bescheiden anmutenden Wegweiser zwei Gaststätten und ein Weinkontor, wobei zwei Adressen am Sonntagnachmittag mit Geschlossenheit nicht eben punkteten und die dritte die Corona-Regelungen besonders rigide auslegte.

Zwischen der schutzmaskenfreien See-Hochterrasse und dem einzigen Zugang lagen drei überbaute Gaststätten-Meter am Tresen vorbei. Leider war es uns nicht gestattet, die Distanz unverhüllt zu überwinden, und unsere Masken waren im einen Kilometer entfernt arglos geparkten Fahrzeug geblieben. Nun hätten wir noch bergsteigerisch an der Fassade hochklettern können, um den Hochsitz zu erreichen, wir haben Abstand davon genommen. Was sollen denn die Leute denken? Zumal wir spätestens beim Drang das Örtchen aufzusuchen das nächste Problem gehabt hätten. Das war nämlich nicht auf der Terrasse zu finden. Und man weiß ja mit Ü 60 nicht, ob man durchhält…

Unser Fazit: Man kann es auch übertreiben. Kompliment an die maskierte Service-Kraft, ganz Zerberus, hinter dem Spender mit dem Desinfektionsmittel. Sie hat sich von ihren fragwürdigen Anweisungen keinen Millimeter abbringen lassen. Zumal in Buchholz ja wirklich der Bär steppt, was zählt da der einzelne Gast?!?