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Im Neustrelitzer Hafen sind in diesem Jahr deutlich weniger Schiffe gezählt worden, eine Auswirkung des dürrebedingten niedrigen Wasserstandes. Foto: Stadt Neustrelitz

Der gemeinsamer Antrag der LINKEN mit GRÜNEN/FDP/PULS zur Ausrufung des Klimanotstands in Neustrelitz (Strelitzius berichtete) ist von der Mehrheit der Stadtvertreter abgelehnt worden. Das Abstimmungsergebnis: 13 Ablehnungen bei vier Enthaltungen und acht Zustimmungen.

„Befremdlich ist für uns LINKE die Diskussion zum Thema“, heißt es in einer Presseinformation. „Trotz Dürresommers, Ernteausfällen und Hitzetoten wird ein globales Problem von einigen Neustrelitzer Stadtvertreter*innen nicht anerkannt. Der Klimawandel ist auch hier angekommen und bedroht uns und unsere Kinder. Der LINKEN geht es darum, dass wir eine globale Tatsache anerkennen und unser Handeln daran ausrichten bzw. bereits eingeschlagene Wege ausbauen und verbessern.“ Das Siegel als Klimakommune sei bereits ein Indiz für einen gewisse Weitsicht, es könne aber nicht das Ende eines Weges sein. In der Diskussion ruhe man sich viel zu oft auf Geleistetem aus.

Auch wenn der Antrag formal abgelehnt worden sei, habe ein Großteil der Stadtvertreter*innen anerkannt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Die LINKE hoffe, dass die Stadtvertretung zukünftige Projekte intensiver auf deren Klimaverträglichkeit prüfe.