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Das Carwitzer Museum im Bild reist morgen nach Babke. Foto: Fallada-Gesellschaft

Beim „Sommerfest der Dörfer“, das am morgigen Sonnabend in Babke stattfindet (Strelitzius berichtete), wird auch das Hans-Fallada-Museum Carwitz vertreten sein. In einem kurzweiligen und abwechslungsreichen virtuellen Rundgang durch das Museum berichtet dessen Leiter Stefan Knüppel ab 17.30 Uhr in der Kirche von Babke allerlei Anekdotisches über ein Schriftstellerleben auf dem Lande, ohne jedoch die Probleme und Konflikte, denen sich der Autor und Mensch Fallada immer wieder stellen musste, auszusparen. Der virtuelle Rundgang macht es möglich, dem Carwitzer Fallada-Haus einen Besuch abzustatten, ohne das „Sommerfest der Dörfer“ verlassen zu müssen.

Nach dem Welterfolg seines Romans Kleiner Mann – was nun? sah sich der Erzähler Hans Fallada im Jahre 1933 in die Lage versetzt, sich seinen lang gehegten Traum von einer eigenen Landwirtschaft zu erfüllen. So suchte er in Mecklenburg ausgiebig nach einem geeigneten Anwesen und wurde im kleinen Dorf Carwitz fündig.

Elf produktive Jahre – es entstanden zahlreiche Romane wie Wer einmal aus dem Blechnapf frißt, Wolf unter Wölfen, Der eiserne Gustav oder Ein Mann will nach oben sowie Kinderbücher und Kurzgeschichten – verbrachte Hans Fallada in seiner Carwitzer „Welteneinsamkeit“; freilich nicht losgelöst aus seiner Zeit und von seinen persönlichen Problemen.

Das Hans-Fallada-Museum Carwitz wird betrieben von der Hans-Fallada-Gesellschaft e.V., erreicht jährlich rund 15.000 Besucher und ist von der Bundesregierung als eines von nur 20 Museen in den neuen Ländern als Kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung zertifiziert.

Der Referent, Dr. Stefan Knüppel, Jahrgang 1975, verheiratet, zwei Kinder, ist seit 2005 Leiter des Hans-Fallada-Museums. Nebenbei ist er ehrenamtlich aktiv: So ist er u.a. Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten und Vorstandsmitglied und Pressesprecher des Museumsverbandes Mecklenburg-Vorpommern.