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Trotz leerer Zuschauerränge hat das Neustrelitzer Parkstadion heute Abend gebebt. Mit Zigeunerklängen und -tänzen der Extraklasse sind die Sponsoren der Oberligisten der TSG Neustrelitz auf die neue Saison eingestimmt worden. Goldsponsor Dr. Paul Jahn, Chef der gleichnamigen Firma Werbe-Licht aus Neubrandenburg, hatte sich die Überraschung ausgedacht und im Vorfeld lediglich verlauten lassen, dass er mit 25 Leuten an dem Abend teilnehmen wird. Der Unternehmer ist am 1. August 75 Jahre alt geworden und hat mit dem Studenten-Ensemble „Roon“ aus Minsk im Nachhinein noch mal richtig einen gucken lassen.

TSG-Präsident Hauke Runge

Da hielt es auch die anderen Sponsoren in der TSG-VIP-Lounge nicht lange auf den Sitzen, im Handumdrehen tanzte der ganze Saal. Ja, und wer der Einladung an die Förderer nicht gefolgt war, der hat mächtig was versäumt. Darüber hinaus hat der Wesenberger Bauunternehmer Thomas Splett wieder als Hobbykoch beeindruckt und am Ofen alles gegeben. Einmal mehr: Nichts gegen seine Häuser, aber der Mann könnte sein Geld auch anders verdienen.

Zum Sportlichen: Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet, die Vorfreude auf die weitere Spielzeit riesig. Die ersten drei Punkte sind bekanntlich auf dem Konto, die erste Pokalrunde ist auch gemeistert. Präsident Hauke Runge hat heute Abend noch einmal das Ziel ausgegeben – Platz 3 bis 6 am Ende der Saison. Ein Großteil des Kaders sei zusammengeblieben, dazu habe es punktuelle Verstärkungen gegeben, darauf baue er. Parallel dazu soll die 2. Mannschaft aufsteigen. „Danke, dass Ihr zur Stange haltet, wir brauchen euch“, sagte Hauke Runge den Versammelten.

Mit mehr als 500 Mitgliedern ist die TSG Neustrelitz einer der größten Fußballvereine der Region. Über 300 Kinder und Jugendliche betreiben hier ihren Sport. Annähernd 40 Ehrenamtliche machen das erst möglich, unverzichtbar Partner und Sponsoren.

Coach Tomasz Grzegorczyk (links) und Kapitän Kevin Riechert.

Auch Coach Tomasz Grzegorczyk strotzt vor Zuversicht. Die spielerische Qualität der Mannschaft sei eine wesentlich höhere als in der zurückliegenden Spielzeit, zumal eine weitere Offensivpersonalie noch offen sei. Vorbei die Zeit, wo nur mit einem Stürmer gespielt werde, und auch aus dem aufgerüsteten Mittelfeld erwartet der Trainer nun ganz andere Impulse. Und der neue Keeper Pavel Petkov ist für Grzegorczyk ein absoluter Hoffnungsträger.

Natürlich habe ich mich dem frischgebackenen Kapitän Kevin Riechert vorgestellt. Dem ist mein Blog schon ein Begriff. Der Modellathlet ist schwer angetan von seinem neuen Verein und der Mannschaft. „Das spielerische Potenzial ist groß, arbeiten müssen wir noch an den Automatismen“, so der sympathische Spielführer. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die TSG-Jungs mit ihm können.

Am Sonntag um 13.30 Uhr läuft im Parkstadion der Brandenburger SC Süd 05 auf. Ich freue mich darauf und hoffe, jede Menge Fußballfreunde beim ersten Heimspiel auf den Rängen zu sehen. Wenn unsere Oberligisten so viel Spielfreude auf den Rasen bringen, wie heute Musizier-, Sanges- und Tanzfreude zu erleben war, dann ist mir nicht bange. Die Vorschau auf die Partie folgt wie gewohnt am Sonnabend.