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Gunter Schoß (rechts) und Frank Fröhlich. Foto: TOG

„Saitenklang & Missetat“ ist der Titel einer Wilhelm-Busch-Konzertlesung mit Gunter Schoß & Frank Fröhlich. Sie ist am kommenden Freitag, den 5. April, um 19.30 Uhr, im Landestheater Neustrelitz zu erleben.

Wilhelm Buch einmal anders: Ausgewählte, bekannte bis unbekannte Texte präsentiert von zwei Persönlichkeiten! Schauspieler Gunter Schoß ist auf vielen Bühnen zu Hause. 1964 feierte er seinen ersten großen Filmerfolg mit „Egon und das Achte Weltwunder“. Danach spielte er in mehr als 150 Filmen über 50 Haupt- und Titelrollen und ist nicht zuletzt als mdr-Moderator der Dokumentarreihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ und des Geschichtsmagazins „Barbarossa“ bestens bekannt. Der als Sprecher mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Berliner lieh seine markante, unverwechselbare Stimme bisher u.a. Donald Sutherland, Robert Forster, Steven Williams und führt als Erzähler durch den Film „The Big Lebowski“. Er versteht es, diese humorvollen und oft hintersinnigen Texte so vorzutragen, wie es Wilhelm Busch gebührt: leicht, charmant, klug, unverschämt vor allem aber: unverschämt gut!

1964 geboren wurde der Dresdner Gitarrist, Komponist und Hörbuchverleger Frank Fröhlich. Er spielte bereits auf vielen namhaften Festivals in Deutschland, Österreich, der Schweiz und England. Er veröffentlichte 38 CDs und erspielte sich mit seinen vielfältigen Projekten einen Namen als ideenreicher und inspirierender Musiker. So trat er mit Schauspielern wie Rolf Hoppe, Otto Mellies und Gunther Emmerlich auf, spielte mit Jazzmusikern wie Joe Sachse (Gitarre) und Volker Schlott (Saxophon), begleitete Schriftsteller wie Peter Härtling und Walter Kempowski bei ihren Lesungen, spielte mit afrikanischen und chilenischen Musikern, schuf maßgeschneiderte Filmmusik zu den Komödien Buster Keatons und hat mit seinen Konzerten für Kinder Publikum und Presse zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen!

Er spielt, immer feinfühlig abgestimmt auf Wilhelm Buschs Texte, Musik von Bach bis Flamenco und Tango in der ihm eigenen Spielfreude und Virtuosität. Kaum zu glauben, dass da nur eine(r) Gitarre spielt!

„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Wohl jeder kennt dieses Zitat und natürlich Wilhelm Buschs Verse, die uns mit ihrer unglaublichen Leichtigkeit und Beschwingtheit in ihren Bann ziehen, die ihren ganz eigenen Rhythmus haben, der wie das Ticken einer Uhr unaufhörlich weiter schlägt. Wir sind Busch gefolgt, weiter und weiter in sein Leben hinein, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Humorigen zum Nachdenklichen, um schließlich auf Töne zu treffen, die sich zu Akkorden, zu Musik verbinden. Lassen Sie sich überraschen, von einem teils eher unbekannten Busch, der Klavier spielt, Konzerte besucht und über sein Leben reflektiert. So dass sich am Ende mancher verwundert die Augen reibt,
„wenn’s anders kommt, als wie er denkt“.