Schlagwörter

, , , , , , ,

Diese Kommunalpolitiker lehnen die Erdgasbohrungen ab. Foto: Amt Gransee und Gemeinden

Bei unseren brandenburgischen Nachbarn wird der Widerstand gegen Erdgaserkundungen und die mögliche Förderung des Bodenschatzes
(Strelitzius berichtete) von der Kommunalpolitik mitgetragen. Auf den Stadtgebieten von Zehdenick und von Templin wurden in den vergangenen Wochen Untersuchungen zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit des Abbaus von Erdgas durchgeführt. Ein Abbau wird auch auf dem Gebiet des Amtes Gransee und Gemeinden in Betracht gezogen. Die ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Gransee und Gemeinden haben jetzt gemeinsam mit dem Amtsdirektor und der Amtsausschussvorsitzenden eine Stellungnahme verfasst.

Darin werden die Untersuchungen und der daraus gegebenfalls resultierende Abbau der Bodenschätze abgelehnt. „Die Beeinträchtigungen für beispielsweise das Grundwasser, die Geologie sowie den Artenschutz, Natur und Landschaft sind nicht hinreichend abschätzbar; es ist von einer Gefährdung der weitgehend intakten Kulturlandschaft, der zahlreichen nationalen und europäischen Naturschutzgebiete und der dort vorkommenden geschützten Arten und somit der Grundlage für Wachstum, zur Stabilisierung der Bevölkerung und der vorhandenen Infrastruktur sowie des Tourismus auszugehen“, heißt es in der Stellungnahme.

Des Weiteren wird der Amtsdirektor mit den ehrenamtlichen Bürgermeistern in die Stadtverordnetenversammlung bzw. die Gemeindevertretungen und den Amtsausschuss entsprechende Beschlussvorlagen einbringen. Der Inhalt ist mit den Städten Templin, Fürstenberg und Lychen abgestimmt. Eine Abstimmung mit der Stadt Zehdenick erfolgt noch.

Das Erdgasunternehmen Jasper Resources GmbH nimmt derzeit seismische Untersuchungen zur Erdgaserkundung im Untersuchungsfeld Zehdenick Nord vor. Jasper Resources untersucht daher in einer Tiefe von bis zu 4000 Metern genauere Aussagen zum Potenzial des Erdgasfeldes, das bereits in den 1970-er Jahren entdeckt worden ist. Mit einer sogenannten Reflexionsseismik-Technologie soll ermittelt werden, ob eine Erschließung der Lagerstätten heute wirtschaftlich sinnvoll ist.