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Die Neustrelitzer Augenärztin Frau Dr. Hanus hat zum Jahreswechsel ruhestandshalber und wohlverdient ihre Praxis ohne Nachfolge geschlossen. Damit wurde eine Versorgungskrise in Neustrelitz und Umland ausgelöst, die man natürlich nicht der Medizinerin anlasten kann. Eine der ersten Betroffenen war eine mir bekannte Wesenbergerin, viele Jahre lang Patientin bei Frau Dr. Hanus und regelmäßiger Betreuung bedürftig. Nirgendwo in der Residenzstadt fand die quasi Entlassene eine Neuaufnahme.

In ihrer Not hatte sich die Hilfesuchenende an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) gewandt, die ihr dann auch in angemessener Zeit einen Augenarzttermin in Röbel verschaffte. Was das für eine Berufstätige bedeutet, quer durch die Seenplatte zu reisen, lasse ich mal außen vor. Dieser Tage wollte die Wesenbergerin den Termin in Röbel noch einmal verschieben und hat erstmals in der dortigen Praxis angerufen.

„Wir hätten Ihnen ohnehin abgesagt. Dass Sie hier einen Termin bekommen haben, war ein Irrtum. Wenden Sie sich bitte wieder an die Kassenärztliche Vereinigung“, so die Auskunft der Schwester. Das wird die Hilfsbedüftige nun engelsgeduldig tun. Unterdessen hatte die KV über das Lokalblatt öffentlich gemacht, dass sich Suchende in Neustrelitz und Umland in Sachen augenärztliche Versorgung an sie wenden können. Diese Aussage ist offenbar mit Vorsicht zu genießen. Fortsetzung folgt möglicherweise.