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Das Amt Kleinseenplatte hat nicht länger gefackelt und den von einem Strasener und seiner Lebensgefährtin gesperrten Gehweg des Dorfes (Strelitzius berichtete) der Öffentlichkeit zurückgegeben. Am gestrigen Montag um 10 Uhr war die dem Paar gesetzte Frist verstrichen und die Behörde stellte unverzüglich die Verkehrssicherheit in Ersatzvornahme wieder her, abgesichert von Polizeikräften. Die nicht genehmigte „Baustelle“, so von den Verursachern deklariert, wurde beräumt.

Im Amt war lediglich zu erfahren, dass man sich im Zusammenspiel mit dem Landkreis auf einen längeren Rechtsstreit einstelle. Die Gegenseite macht geltend, dass sich das umstrittene Gehwegstück auf ihrem Grundstück befindet und sie deshalb darüber verfügen könne. Das wird in einem nächsten Schritt sicherlich amtlich nachgemessen. Sollte sich die fragliche Fläche tatsächlich in Privateigentum befinden, wird vermutlich ein Kompromiss angestrebt. Der setzt natürlich Kompromissbereitschaft voraus.

Hintergrund der Posse sind Nachbarschaftsstreitigkeiten. Den Anliegern war von ihren Widersachern untersagt worden, direkt an deren Haus vorbeizugehen. Die Nachbarn beriefen sich auf die Öffentlichkeit des Weges, bis dieser eigenmächtig eingezäunt wurde. Zwischenzeitlich war der Straßenraum eingeschränkt worden, um Fußgängern ein Vorbeikommen zu ermöglichen, was ein neues Verkehrsrisiko schuf.