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Die Bürgerinitiative Pro Schiene hat sich beim Kreistag der Seenplatte für die Unterstützung des Ringens um den Fortbestand der Kleinseenbahn bedankt. Sie bezeichnet den Beschluss der Abgeordeneten, dass der Bahnverkehr auch nach 2017 aufrechterhalten werden und dazu ein Konzept erarbeitet werden soll, als „eindeutiges Signal an die auffallend zurückhaltende Landesregierung, die erst ‚danach alles auswerten und sehen möchte, wie es weitergeht’“. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hatte sich dieser Tage bei einem Besuch in Neustrelitz entsprechend distanziert und für die Bahnaktivisten „enttäuschend“ geäußert.

„Das Modell läuft erfolgreich, die Fahrgastzahlen steigern sich von Jahr zu Jahr, Landkreis, Gemeinden, Touristiker, Hanseatische Eisenbahn und Bürger der Region arbeiten gemeinsam an einer erfolgreiche Durchführung des Projektes. Und das ist in dieser Form einmalig“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative. Die Wirkung des Modellprojektes Kleinseenbahn müsse sein, dass vom Land vernachlässigte Bahnlinien kostengünstig gestärkt werden.

Hier seien Lösungen gemeinsam mit dem Land, dem Kreis und den Gemeinden anzustreben, die mit dem Verweis auf das Modellprojekt kostengünstig regional abgestimmten öffentlichen Nahverkehr kombiniert mit Schienenverkehr als Rückgrat entwickeln können. Man frage sich schon, wieso der Landesminister bei der Kleinseenbahn unternehmerisches Risiko einfordert, während Schwerin „an anderer Stelle jegliche Risiken auskömmlich mit Staatsgeldern abfedert“.