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Gerade bin ich aus dem Neustrelitzer Krankenhaus zurück. Ich habe eine Nachbarin besucht, die dort einziehen musste, und von ihr viel Lob für die DRK-Einrichtung gehört. Ich selbst habe auch noch keine schlechten Erfahrungen mit dem Haus gemacht. Und ziehe ich die rund 30 Minuten heran, die ich heute wegen der gerade stattfindenden Visite vor dem Zwei- Bett-Zimmer warten musste, dann nehmen sich die Ärzte hier wirklich viel Zeit für die Kranken.

Sauer aufgestoßen ist mir allerdings, dass Patienten und Besucher in der Eingangshalle mit Aufstellern konfrontiert werden, auf denen gegen die Gesundheitspolitik in Deutschland Front gemacht wird. Man fühle sich im Stich gelassen, heißt es da.

Nun mag daran mehr als ein Körnchen Wahrheit sein. Aber letztlich läuft es auf die Botschaft „Wir würden Sie ja gern gesund machen, aber wir können es ja nicht wegen der politischen Rahmenbedingungen“ hinaus, auch wenn es so wörtlich nicht geschrieben steht.

Kranke Menschen brauchen zur Gesundung Optimismus, und der wird einem hier gleich beschnitten. Ich finde, dass solche Bekundungen in einem Krankenhaus nichts zu suchen haben, so berechtigt sie auch sein mögen.