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Zwölf junge Leute haben in Mirow in der Außenstelle Produktives Lernen der Regionalen Schule Wesenberg den Unterricht aufgenommen. Bei einem gemeinsamen Frühstück haben sie die elf „alten Hasen“ kennengelernt, die bereits länger hier einen Schulabschluss anstreben.

Seit 2010 gibt es die Einrichtung für eher praktisch veranlagte Schüler mit Lernschwierigkeiten. 65 bis 70 Prozent erreichen hier die Berufsreife, einige auch die mittlere Reife. Die übrigen gelangen in die direkte Berufsvorbereitung. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, findet Strelitzius. Das muss auch einmal gebloggt werden.

„Wir hatten in diesem Jahr wieder viele Anmeldungen“, erzählt mir Martina Buchert, Koordinatorin für das Produktive Lernen. „Der Bedarf nimmt eindeutig zu.“ In einem mehrschrittigen Aufnahmeverfahren werde Jugendlichen und Eltern aber auch klar gemacht, dass es hier nicht um „Spiel, Spaß und Freude“ gehe, sondern um die praxisbezogene Vermittlung theoretischen Wissens. Außerdem wird in der Kommunikationsgruppe Selbstbewusstsein entwickelt.

Zwei Tage sind die jungen Leute, die frühestens nach der siebenten und spätesten nach der neunten Klasse hierher wechseln, in der Schule. An den anderen drei Tagen arbeiten sie in ihren jeweiligen, selbst gewählten Praktikumsbetrieben. Die Schule wird in der Regel nach zwei, spätestens aber nach vier Jahren verlassen.

Das Schuljahr wird in Trimester unterteilt, in jedem Trimester wechselt die Firma. Erfreulich ist, so Martina Buchert, dass es genügend Angebote regionaler Firmen gibt. Und es kämen immer wieder neue hinzu. „Unsere Schüler haben durchaus einen guten Ruf, und so mancher wird später auch nahtlos übernommen.“ Martina Buchert arbeitet mit zwei weiteren Kolleginnen, ein Sportlehrer aus Wesenberg betreut die Mirower Einrichtung im Leussower Weg mit.