Schlagwörter

, , ,

Das war ja wohl die Untertreibung des Jahres und darüber hinaus! Als ich nach dem Gewitterregen am Sonnabend den Wesenberger Feuerwehrsprecher Thomas Junge nach Einsätzen befragte, sprach der von einem umgefallenen Baum im Raum Strasen. Und beide waren wir uns einig, dass das wohl nicht vermeldenswert ist.

Dem wackeren Kamneraden ist kein Vorwurf zu machen, er wusste es nicht besser. Erst jetzt, wo die Forstleute in die Wälder rund um Strasen und Priepert gekommen sind, ist das ganze Ausmaß der Katastrophe ersichtlich. Wie Nachrichtenportalen zu entnehmen ist, sind hunderte von Bäumen entwurzelt worden. Eine Windhose soll sich eine Schneise geschlagen haben. Außerdem hat Strasen einen schweren Hagelschlag erlebt.

Die Stadt Wesenberg blieb diesmal, von Starkregen abgesehen, von dem Unwetter verschont. Das war im Sommer 1997 anders, als mein eben angelegter Garten faktisch nicht mehr existierte, mein Carportdach zerschlagen und beide darunter abgestellten Autos zerdellt waren. Zwei Lehren habe ich damals gezogen. Plastedächer haben in einer Gegend, die schon auf DDR-Unwetterkarten rot markiert war, nur eine kurze Lebensdauer.

Und die andere Erkenntnis: Wenn du schon nach so einem Naturereignis einen Whiskey auf den Schreck trinken willst, dann nicht on the rocks mit Hagelkörnern. Die haben nämlich einen Kristallisationskern. Und der ist purer Dreck. Den guten schottischen Hochprozentigen mussten mein Nachbar und ich deshalb auch noch ins Spülbecken kippen. Ein Unglück kommt selten allein.