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Eine Riesensauerei hat mich heute aus unserem Landratsamt erreicht. Die Wasserbehörde verzeichnet in den zurückliegenden Jahren eine Zunahme von Anzeigen über die Fäkaleinleitung von Sport- und Charterbooten in unsere Binnengewässer. Das teilt der Leiter des Umweltamtes, Axel Müller mit.

„So berichten Urlauber, Wassersportler und Anwohner über ‚Fäkalteppiche‘ mitten auf den Seen“, so der Amtsleiter. Es soll sogar Charterunternehmer geben, die ihren Kunden raten, einfach mal am Ventil zu drehen, wenn der Tank voll ist. Das ist doch wohl nicht zu fassen. Abgesehen von dem Schaden, den solche Geschäftsleute der Allgemeinheit zufügen, sägen sie doch an dem Ast, auf dem sie selbst sitzen.

Müller appelliert an alle Bootsbesitzer und Vermieter von Booten, das anfallende Abwasser ordnungsgemäß an den dafür vorgesehenen Fäkalannahmestationen zu entsorgen bzw. dem zuständigen Abwasserentsorger zuzuführen. „Hier geht es um das Image unserer schönen Urlaubsregion, um die Pflege unserer Umwelt und unserer Gewässer“, sagt der Amtsleiter. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Allerdings dürften hier Appelle wenig nützen. Seit Jahren beobachten die Befürworter eines sanften Tourismus in der Seenplatte besorgt den rasanten Anstieg der Zahlen bei Großbooten. Zeit für wirksame Maßnahmen. So dürfte am Ventil gar nicht jeder drehen dürfen. Verplomben, die Dinger!

Wer Unregelmäßigkeiten oder Verstöße gegen den Gewässerschutz feststellt, sollte umgehend die Wasserbehörde bzw. die Wasserschutzpolizei informieren.