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Cafe 027

Eigentlich war ich der Meinung, das Thema in meinem Blog erschöpfend behandelt zu haben. Aber es gibt offenbar nichts, was man nicht fortschreiben kann, weil Steigerungen am Straßenrand auch neu inspirieren. Wie uns das Café am Markt in Neustrelitz eindrucksvoll vor Augen führt.

Dieser Tage hatte ich würdigende Worte für Gastwirte gefunden, die ihr Publikum mit dem schriftlichen Hinweis anzulocken glauben, dass ihr Lokal geöffnet ist. Im Herzen der Residenzstadt wird nun der Versuch unternommen, den Gast mit Nettigkeit zu betören. Zu unser aller Überraschung steht im Schaufenster geschrieben, dass hier gern bedient wird.

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen, das dürfte ein echter Publikumsmagnet sein. Zumal auch noch Anleitung gegeben wird, wie man an die gern arbeitende Bedienung kommt. Es wird nämlich angeraten, hereinzukommen und sich hinzusetzen. Hier wird wirklich nichts dem Zufall überlassen. Und wer des Russischen mächtig ist, sollte sich nicht irritieren lassen. Das mehrfach in dem Schriftsatz verwendete kyrillische I soll ein deutsches N sein.

Um sich nicht der Gefahr auszusetzen, ein notorischer Nörgler zu sein, verteilt Strelitzius auch gleich noch ein Zuckerbrot. Und da braucht er gar nicht weit zu laufen. Nur wenige Schritte neben dem Café am Markt preist das „Basement“ im Fußgängerbereich seine Highlights an. Mir hat bei der Kunde vom Strelitzer Fischtopf derart der Zahn getropft, dass ich es fast nicht mehr an den häuslichen Abendbrottisch geschafft hätte. Mensch, es ist doch so einfach!