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Mit Entsetzen habe ich heute fern der Heimat vom Brandanschlag auf das neue Alten- und Pflegeheim in Wesenberg erfahren. Der vorläufige Höhepunkt einer Vandalismuswelle, die die Woblitzstadt seit Jahren überschwemmt. Zuletzt hatten sich Unbekannte am Weißen See ausgetobt, nun also das größte Bauvorhaben in einer Stadt, die weiß Gott nicht von Investoren verwöhnt wird. Was folgt demnächst?

Leider erfährt die Öffentlichkeit so gut wie nie, wer da die Hände im Spiel hat. Und wird es doch mal bekannt, wie vor einigen Jahren bei den Angriffen auf Weihnachtsbäume in Wesenberger Vorgärten, ist prompt von verirrten Schafen aus schwierigen Familienerhältnissen die Rede. Mehr noch, die Bösen sind die, die so etwas anprangern.

Man braucht sich nicht zu wundern, dass in Wesenberg bereits der Ruf nach einer Bürgerwehr laut geworden ist. Und liest man die ersten Kommentare auf die Ereignisse vom vergangenen Wochenende, hat man den Eindruck, dass schon wieder verniedlicht wird. Zum Glück sei ja nichts Schlimmeres passiert. Als wenn das Geschehene nicht schlimm genug wäre! Die Einwohner von Wesenberg haben ein Recht darauf zu erfahren, wer da sein Unwesen treibt. Das sind keine Dumme-Jungen-Streiche mehr, das ist Kriminalität pur.