Traditionell bringen die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen an Waldorfschulen zum Abschluss der Waldorfzeit ein Theaterprojekt auf die Bühne. Nun ist es erstmals auch an der aufwachsenden Waldorfschule Seewalde soweit. Bevor es dann im Juni in die Mittlere Reife Prüfung geht und im nächsten Schuljahr weiter zum Abitur, haben die vier Schülerinnen und Schüler des obersten Jahrgangs sich intensiv mit dem zeitlosen bzw. immer wieder aktuellen Stoff von Goethes „Faust“ beschäftigt, und bringen Szenen aus Teil 1 der Tragödie in der Kulturscheune Seewalde zur Aufführung.
Das „Gasthaus Canow“ war die erste gastronomische Station im Besuchsprogramm.
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Wustrower Carnevals Vereins (WCV) war eine Delegation der Partnergemeinde Hagen von Freitag bis Sonntag zu Besuch in der Kleinseenplatte. Wustrow und Hagen pflegen eine sehr enge und herzliche partnerschaftliche Beziehung. Mehrmals im Jahr finden Treffen statt, unter anderem gibt es jedes Jahr ein gemeinsames Camp der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Im kommenden Jahr besteht die Partnerschaft 35 Jahre.
Mit einem Dorfrundgang durch Canow hatte der Besuch der Partner am Freitag begonnen. Im „Gasthaus Canow“ gab es vor dem Abendessen einen Vortrag zur Geschichte der Gemeinde von Andreas Grothe. Am Sonnabend stand Wandern auf dem „Bürgermeisterrundweg“ (Strelitzius berichtete) mit Abstecher in Seewalde an, dort wurden die Teilnehmer herzlich empfangen von Thomas Gädeke, Geschäftsführer der Dorf Seewalde gGmbH, der viel Historisches und Wissenswertes zu Seewalde parat hatte.
Auf dem Gutshof in Seewalde sollen im nächsten Sanierungsschritt Nebenräume geschaffen werden, um den wachsenden Schulbedarf decken zu können.
Die erste Schülerin, die 2011 an der Waldorfschule in Seewalde mit der 1. Klasse begonnen hat zu lernen, hat die Schule abgeschlossen und ist ins Berufsleben gestartet. Darauf macht die Dorfgemeinschaft in einer Mitteilung aufmerksam, die Ausblick und Rückblick vereint. Die nächsten Schüler bereiten sich auf die Mittlere Reife vor und werden im kommenden Schuljahr den ersten Abitur-Jahrgang beginnen. Die Nachfrage sei inzwischen groß und die Bänke in den unteren Jahrgängen seien gut gefüllt.
Um dem wachsenden Schulbedarf entsprechen zu können, sollen im Gutshof Nebenräume geschaffen werden. Der Westflügel ist bereits fertiggestellt mit Laden/Bistro, Gästezimmern und Seminarraum. Nun wollen die Seewalder die Sanierung fortsetzen. „Jeder, der dieses alte Gebäude kennt, das so geduldig auf seine Neuerweckung wartet, wird das nachfühlen können“, heißt es, verbunden mit der Bitte um „Starthilfe“. Auch die Festscheune ist in die Planungen einbezogen.
Spendenkonto, Dorf Seewalde gGmbH, DE97 4306 0967 7034 7421 00
Ich hatte den verwaisten Nagel schon aus der Wand gezogen. Gestern Abend habe ich ihn wieder eingeschlagen. Denn ich konnte den schmerzlich Vermissten am 10. Februar doch noch im Briefkasten vorfinden: den von mir seit Jahren geschätzten Seewalde-Kalender.
Der ist nicht mehr das, was er mal war. „Wir haben uns hinreißen lassen, den Kalender dieses Mal zu drucken“, so Stefanie Ullrich von der Dorf Seewalde gGmbH im Begleitschreiben. Sie verweist auf den bisher betriebenen immensen Aufwand. 13.000 Fotos mussten per Hand für eine Edition aufgeklebt werden. Und gerade, was bekanntlich nicht immer so einfach sei. Das bedeutet für die zurückliegenden bereits 19 Jahre 247.000 aufgebrachte Fotos.
Alle Jahre wieder wird das alte Oberuferer Christgeburtspiel vor Weihnachten von der inklusiven Spielkumpanei in der Seewalder Kulturscheune dargebracht. Aufführungstermin diesmal ist der kommende Sonntag, 17. Dezember, um 16.30 Uhr.
Ähnlich wie die Gebrüder Grimm die Märchen, so hat der Wiener Germanist Karl-Julius Schroer im 19. Jahrhundert alte Spiele in den Dörfern der Donauschwaben in Ungarn gesammelt, aufgeschrieben und für die Nachwelt erhalten. So wurde auch Schroers Student Rudolf Steiner damit bekannt. Die in diesen einfachen, von den Bauernbuschen im Wirtshaus gespielten Stücken lebende Spiritualität und Gemüthaftigkeit veranlasste Steiner später, diese Spiele – neben dem Weihnachtsspiel aus Oberufer auch noch eines zu Dreikönig und zur Vertreibung aus dem Paradies – in der von ihm gegründeten Waldorfschule mit den Lehrern jährlich zur Aufführung zu bringen.
Diese Tradition hat sich zwischenzeitlich verbreitet über die Welt in den Waldorfschulen und -kindergärten, aber auch heilpädagogischen Einrichtungen und freien Spielgruppen etc. fortgesetzt. Bei allein rund 3000 Schulen und Kindergärten gehören die Stücke damit vermutlich heute zu den meistgespielten überhaupt…
Es ist mal wieder soweit – die Waldorfschule öffnet am morgigen Sonnabendvormittag die Türen für alle Interessenten an diesem Schulkonzept. „Auch für uns immer noch kaum zu glauben aber wahr: Inzwischen ist die Schule bereits bis oben hin aufgewachsen, zum Ende dieses Schuljahres stehen zum ersten mal die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss/Mittlere Reife an, im Folgejahr soll das erste Abitur folgen“, schreibt mir Thomas Gädeke, Geschäftsführer der Dorf Seewalde gGmbH.
Aufgrund der beschränkten Platzes auf der Seewalde-Halbinsel wird es selbst bei größerem Andrang auch in Zukunft bei kleinen Klassen bleiben müssen. Aber die gute Nachricht: Für die nächste 1. Klasse beginnen erst im Winter die Einschulungsgespräche, es gibt also noch alle Chancen auf einen von zwölf Plätzen.
Bei dem Schietwetter muss man sich etwas einfallen lassen. Das hat sich offensichtlich auch diese Katze gedacht und Schutz zwischen Schweinen gesucht. Für uns Menschen vielleicht nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen, aber wir haben ja auch andere Möglichkeiten, zu Wärme und Geborgenheit zu kommen. Mein „Fundstück“ am Reformationstag auf dem Bauernhof in Seewalde.
Auf dem neuen Zilpzalp-Wanderweg bei schönstem Herbstwetter unterwegs: vorn Steffen Franz und Antje Bahrmann, rechts dahinter Steffen Rißmann.
17 Erwachsene und vier Kinder haben sich am getrigen Sonnabendmorgen in Canow getroffen, um gemeinsam den Zilpzalp-Rundwanderweg einzuweihen. Unter den Gästen waren neben Gemeindevertretern und Mitgliedern der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung und Tourismus, die maßgeblich an der Idee und Umsetzung des Projektes mitgewirkt haben, auch der kommissarische Forstamtsleiter Wolfram Lindenkreuz, der Wesenberger Bürgermeister Steffen Rißmann, Bürger der Gemeinde Wustrow, Touristiker der Region und eine Vertreterin des Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.
In der Begrüßungsrede zitierte die stellvertretende Wustrower Bürgermeisterin Antje Bahrmann Mark Twain: „Das Geheimnis des Vorwärtskommens besteht darin, den ersten Schritt zu tun.“ Sie betonte, dass der erste, meistens schwerste, Schritt getan und mit dem ZilZalp Rundwanderweg eine weitere Wanderwegeentwicklung in der Gemeinde angestoßen sind. Sie schaute zurück auf die Planungen der letzten Jahre, welche zur heutigen Routenführung unter Abstimmung vieler Beteiligten führte. Für zukünftige Projekte dieser Art regte sie auch Kooperationen über die Gemeindegrenzen von Wustrow hinweg an, da der Zilpzalp-Rundwanderweg ja auch über Mirower Gebiet führt.
Steffen Rißmann nahm den Ball gern auf, bekundete Interesse an gemeinsamen Routenführungen zwischen Wustrow und Wesenberg und verwies darauf, dass auch im Bereich Wesenberg die Wanderwegeentwicklung aktuell voranschreitet.
Ergänzend bemerkte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung und Tourismus, Steffen Franz, wie der Wanderweg zu seinem Namen kam und dass Anfang kommenden Jahres weitere Arbeiten am Weg erfolgen: So wird die Beschilderung umgestellt auf Schilder mit dem Vogel als Symbol, es erfolgen Karten mit Wanderwegeroutenbeschreibungen auf Parkplätzen in Canow, Drosedow und an der Diemitzer Schleuse und die Aufstellung von großen Wegweisern an Kreuzungspunkten mit Schildern inklusive Entfernungsangaben. Er dankte außerdem allen am Projekt Beteiligten, verwies darauf, dass die Tour bei outdooractive präsentiert ist und das eine Umfrage unter Touristikern der Gemeinde Wustrow im letzten Jahr ergab, dass die Entwicklung von Wanderwegestruktur sehr wichtig für sie ist.
Handgedrechselte Lampenschirme aus Holz sind das Markenzeichen von MAXLUZI aus Seewalde bei Wesenberg und Thema der neuen Podcastfolge von #MSEimpuls. Hier, inmitten der Kleinseenplatte, haben die international gebuchte Innenarchitektin und Lichtdesignerin Luzi Graf und der Schreiner und leidenschaftliche Drechsler Max Strack, ursprünglich in der ganzen Welt aktiv, ihr Zuhause und den Mittelpunkt ihres Lebens gefunden. Den beide nicht nur mit ihren exklusiven Produkten aus Holz so nachhaltig wie möglich gestalten.
Luzi Graf im Interview.
Mit dem Holz aus den Wäldern der Region, das bis zum letzten Span verwendet wird – als edle Lampenschirme, nützliche Gebrauchsgegenstände, ganze Raumausstattungen oder Tiny Häuser bis hin zur Einstreu für die Tiere der benachbarten Landwirtschaft – entstehen einzigartige Produkte in individuellem Design mit der ihnen eigenen Formensprache.
Ab 2024 können Interessierte in der neuen Gläsernen Manufaktur in Wesenberg auf 800 m2 dann live miterleben, wie aus einer Idee, aus einer Konzeptskizze die hochwertigen MAXLUZI-Produkte entstehen. Hier befinden sich künftig alle Werkstätten – auch die von Gast-Handwerkern – an einem Ort, sind der Kreativität und der Produktivität keine Kapazitätsgrenzen mehr gesetzt. Inklusive der weiterhin gelebten Nachhaltigkeit – beispielsweise auch in der Energieversorgung der Manufaktur über Photovoltaiklösungen.
Darauf basierend ist der Tipp von MAXLUZI an alle, die eigene Ideen unternehmerisch verwirklichen wollen: Dranbleiben! Aber nicht alles auf einmal wollen. Und in jedem Fall Hilfe suchen und annehmen, die in MSE zahlreiche Institutionen von den Kammern bis zur Wirtschaftsförderung aber auch die gewachsenen Netzwerke Gleichgesinnter offen, hilfsbereit und professionell anbieten.