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Meiner Serie „Fundstücke“ kann ich heute eine ganz besondere Folge zugesellen. Diesmal bin ich in Roggentin regelrecht fasziniert gewesen. In dem Dorf in der Kleinseenplatte wohnt Metallbauer Nico Henning mit malender Frau Steffi. Die beiden sind ausgesprochene Kreativlinge, weswegen ich auch ihre Facebook-Seite anhänge. Besonders angetan haben es mir Nicos Möbel aus Fahrzeugschrott, die er nach Feierabend in der eigenen Werkstatt baut. Ein paar Tage intensive Arbeit, und ein einmaliger Tisch oder ein Stuhl-Unikat sind entstanden. Und während ich diese Zeilen schreibe, ist schon wieder Neues zusammengeschweißt worden – diesmal ein extravaganter Gartengrill.
Übrigens kann man die Werke auch besichtigen. Der 36-jährige Roggentiner, der bei einer Landmaschinenfirma in Wesenberg beschäftigt ist, hat sie vor die Tür seines Hauses direkt an der Dorfstraße gestellt. Er ist übrigens nicht abgeneigt, mal im Auftrag ein bisschen Schrott zu arrangieren, und hat schon wieder angefangen zu sammeln. Hier die Telefonnummer: 039829 219963.
Das gibt es nur in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte! In Mirow hat sich heute ein Kaninchen ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Da das preisgekrönte Tier des Schreibens nicht mächtig ist, mussten sich die Bürger mit einem Pfotenabdruck begnügen. Ein paar Zeilen ins Buch gab es dafür von Züchterin Gerda Krumm, die mit ihrem Zwergwidder zu Europameisterehren gekommen ist. (Strelitzius berichtete).
Die Ehrung war in der Stadtvertretung kontrovers diskutiert und letztlich nur mehrheitlich beschlossen worden. Der Freude der Mirowerin tat das aber keinen Abbruch. Sie war heute richtig aufgeregt, ganz im Gegensatz zu dem Kaninchen, das einen sehr gefassten Eindruck hinterließ.

