Liedermacher Tino Eisbrenner. Foto: Adam Aboudou, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bei der Nacht der deutschen GemEINHEIT am kommenden Donnerstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Musikbrennerei Rheinsberg treten Liedermacher Tino Eisbrenner (Ost) und Kabarettistin Jane Zahn (West) auf. Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen, das ist ihr gemeinsames Motto.
Drei Freunde, ein gemeinsamer Traum: Stoned in Paradise – das sind Matti Wakulat (Gitarre & Gesang), Kai Carstens (Bass) und Matthias Marth (Schlagzeug). Was in einem Kellerraum in Kleinmachnow als Hobby begann, hat sich zu einer Band mit ernsthaften Ambitionen entwickelt. Mit jugendlicher Power und viel Herzblut haben sich die drei Schritt für Schritt aus dem Proberaum auf die Festivalbühnen gespielt. Nun bringt das Trio seine authentische Energie ins Rheinsberger Schlosstheater – am morgigen Mittwoch, 24. September, um 19.30 Uhr.
True Crime ist in aller Munde – Bücher, Podcasts und TV-Formate über wahre Verbrechen ziehen ein großes Publikum in ihren Bann. Nun bietet auch das Schlosstheater Rheinsberg diesem Genre eine Bühne: Mit „Mörderinnen & Mörder – Echte Fälle eines Strafverteidigers“ erzählt Veikko Bartel – Strafverteidiger, Autor und einer der profiliertesten True-Crime-Erzähler Deutschlands – von seinen Erfahrungen aus mehr als vierzig Mordprozessen. Ein Abend, der tief in menschliche Abgründe führt und zugleich der Frage nachgeht, warum Menschen zu Tätern werden. Das Format tourt durch die gesamte Bundesrepublik und ist am Freitag, 26. September 2025, um 19.30 Uhr im Ruppiner Land zu erleben.
„Wer ist hier irre?“ Wenn Heinz Klever so etwas fragt, geht es nicht um eine psychiatrische Diagnose, sondern um pures kabarettistisches Vergnügen. Alljährlich kommt Heinz Klever aus Berlin, Leipzig oder einer anderen Großstadt in das beschauliche Rheinsberg zur Musikbrennerei, um hier seine Sketche, Parodien und Lieder zu spielen. Diesmal am kommenden Sonnabend, den 27. September.
Lesung, Projektion und Konzert: Frank Fiedler und Joe Lehmann treten am Sonntag, 21. September, um 16 Uhr, in der Musikbrennerei Rheinsberg, Königstr. 14 ( Toreinfahrt) mit „1BUCH – Über ein fragwürdiges Leben“ auf. Lässt sich das Arbeiten vom Scheitern unterscheiden? Wir haben so viel geschafft und so viel abgeschafft; wollen wir jetzt verschwinden, ohne unsern Kram wieder wegzuräumen?Warum beginnt das Leben mit einer Nahtoderfahrung?
Auch im September ist wieder einiges los in der Musikbrennerei Rheinsberg: Am Freitag, den 12. September. kommt Uli Höhmann mit seinem Presse-Kabarett: „Gab’s Tote?“. Uli ist Poetry-Slammer und Journalist, und zieht sprach- und stimmgewaltig sein Gewerbe durch den Kakao. Unbedingt empfehlenswert! Beginn 19.30, Eintritt 20 €, Reservierung unter 033931 / 80 89 01 oder jane@janezahn.de
Freude bei der Musikkultur Rheinsberg: Die Bilanz für den Festivalsommer 2025 ist überaus positiv. Rund 8500 Besucher erlebten 26 Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: drei Musiktheater-Premieren mit insgesamt 17 Aufführungen sowie neun Konzerte – davon acht mit Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 84 % und damit deutlich höher als im Vorjahr; die Open-Air-Hauptproduktion „Die Fledermaus“ erreichte sogar 87 %. Es war – an der Besucherzahl gemessen – die erfolgreichste Produktion in der Ära von Georg Quander als Künstlerischem Leiter (2018 – 2025). Nach 7000 im Jahr 2023 und 7500 im Jahr 2024 liegt zudem die Gesamtbesucherzahl 2025 erneut spürbar höher.
Er war einer der ganz Großen seiner Zunft: Der legendäre DDR-Komponist Gerd Natschinski! Mit seinen unvergesslichen Melodien prägte er eine ganze Generation – Evergreens wie „Zwei gute Freunde“ (Fred Frohberg), „Damals“ (Bärbel Wachholz) oder „Rom-ta-rom“ (Regina Thoss) bleiben unvergessen. Als Autor von Erfolgsstücken wie der Operette „Messeschlager Gisela“ oder des ersten DDR-Musicals „Mein Freund Bunbury“ sowie als Schöpfer zahlreicher Film- und Unterhaltungsmusiken schrieb Natschinski Musikgeschichte und prägte das kulturelle Leben der 1960er- und 70er-Jahre nachhaltig.
Nun lädt sein Sohn Lukas Natschinski gemeinsam mit der Musikkultur Rheinsberg zu einem besonderen Open-Air-Abend: Am Freitag, 12. September, um 19 Uhr, lässt er am Klavier die beliebtesten Melodien seines Vaters erklingen, singt bekannte Lieder und erzählt charmante Anekdoten aus dem Leben jenes Ausnahmekomponisten.
Dr. Jelle Dierickx hat heute sein Amt bei der Musikkultur Rheinsberg angetreten. Foto: Albert Heilmann
Der belgische Musikwissenschaftler und Festivalorganisator Dr. Jelle Dierickx hat zum 1. September offiziell sein Amt als neuer Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg (MKR) angetreten. Die Personalentscheidung war bereits im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. April 2025 von der brandenburgischen Kulturministerin Dr. Manja Schüle in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin verkündet worden. Nun tritt der Belgier seine neue Aufgabe in Rheinsberg an – er folgt auf Prof. Georg Quander, der das Unternehmen seit 2018 maßgeblich geprägt hat.
Wie entsteht eine Opernproduktion – und was geschieht in den intensiven Tagen vor der Premiere? Am Dienstag, den 2. September, lädt die Bundesakademie für junges Musiktheater zu einem öffentlichen Probenabend ins Schlosstheater Rheinsberg ein. Auf dem Programm steht in diesem Jahr eine außergewöhnliche Doppelproduktion: Joseph Haydns heitere Oper „Il mondo della luna“ und Lorenzo Romanos zeitgenössisches Musiktheaterstück „La Luna“. Dabei gewährt die nächste Generation von Theatermachern Einblicke in ihre Arbeitsweise und ihre künstlerischen Visionen.