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Brandenburg, Dierickx, Künstlerischer Leiter, Musikkultur Rheinsberg

Der belgische Musikwissenschaftler und Festivalorganisator Dr. Jelle Dierickx hat zum 1. September offiziell sein Amt als neuer Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg (MKR) angetreten. Die Personalentscheidung war bereits im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. April 2025 von der brandenburgischen Kulturministerin Dr. Manja Schüle in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin verkündet worden. Nun tritt der Belgier seine neue Aufgabe in Rheinsberg an – er folgt auf Prof. Georg Quander, der das Unternehmen seit 2018 maßgeblich geprägt hat.
Dr. Jelle Dierickx: „Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, das nächste Kapitel der Musikkultur Rheinsberg zu schreiben – an einem Ort, der gleichermaßen von Geschichte und Gegenwart lebt: dem Rheinsberg von Tucholsky, Fontane und Prinz Heinrich – aber auch dem heutigen Rheinsberg. Denn Menschen durch Musik zu verbinden und mit Kunst glücklich zu machen, ist meine größte Leidenschaft! Nach Stationen in verschiedenen Städten und Regionen Europas werde ich gemeinsam mit dem Team der Musikkultur Rheinsberg bestehende Potenziale entfalten und neue Räume für künstlerisches Schaffen eröffnen: Junge Opernsängerinnen und Opernsänger erhalten hier die Chance, ihre ersten Schritte in die professionelle Musikwelt zu wagen. Rheinsberg war schon immer ein Ort der Möglichkeiten – das steckt bereits in der Idee des Musenhofs, den Friedrich der Große und sein Bruder Heinrich mit Leben erfüllten. Diese Idee des Musenhofs möchte ich ins 21. Jahrhundert führen: als europäisches Zentrum für kreativen Ausdruck – mit der menschlichen Stimme im Mittelpunkt.“
Mehr als 40 Festivals gestaltet
Der 1977 im flämischen Kortrijk (Belgien) geborene Dierickx gestaltete bislang mehr als 40 Festivals in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Tschechien, darunter das Gent Flandern Festival und das Internationale Musikfestival Concentus Moraviae. In Potsdam, Rotterdam, Gent, Mechelen, in der Lausitz und in der Region um Brno entwickelte er zahlreiche neue Formate. Dazu gehören unter anderem die preisgekrönten Fahrradkonzerte bei den Musikfestspielen Potsdam, wo er von 2013 bis 2017 Programmchef war – oder die Pückler-Karawane, gefördert im Rahmen des Ideenwettbewerbs Kulturelle Heimat Lausitz. Seit 2017 ist er Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des Flandern Festivals Mechelen/Kempen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
Dirk H. Beenken, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg gGmbH: „Mit Jelle Dierickx gewinnen wir einen erfahrenen Festivalmacher und künstlerischen Gestalter mit internationalem Profil für die Musikkultur Rheinsberg und das Kammeroper-Festival. Er ist ein Experte seines Fachs – mit klarer Vision, hohem gestalterischem Anspruch, menschlicher Präsenz und großer Offenheit. Gerade in einer Zeit, in der Kunst und Kultur vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen stehen, braucht es starke Impulse. Kunst kann verbinden und neue Perspektiven eröffnen: Genau hier sehen wir bei Jelle Dierickx großes Potenzial – für die Musikkultur Rheinsberg, für die Region und die internationale Musikwelt. Zugleich gilt unser herzlicher Dank Prof. Georg Quander, der zum 1. September den Staffelstab übergibt und dessen Handschrift die künstlerische Ausrichtung der letzten Jahre maßgeblich geprägt hat. Umso schöner, dass er uns auch künftig als Regisseur verbunden bleibt.“
Die 2014 gegründete Musikkultur Rheinsberg gGmbH vereint unter ihrem Dach die Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg, die Kammeroper Schloss Rheinsberg als internationales Festival junger Opernsänger*innen sowie das Schlosstheater Rheinsberg. Hauptgesellschafter der MKR ist das Land Brandenburg, weitere Gesellschafter sind die Stadt Rheinsberg, der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., der Landesmusikrat Brandenburg e.V. sowie der Freundeskreis Kammeroper Schloss Rheinsberg e.V. Die MKR sieht sich als Ansprechpartnerin des Festival-, Produktions-, Veranstaltungs- und Bildungsbetriebes für Profis und Amateure jeden Alters über die Grenzen Brandenburgs hinaus.