Immer an Neujahr um 14 Uhr steigen die Eisbader in Mirow in die Fluten. Die „Mirower Dickhäuter“ gibt es seit 1982, gegründet von Helmut Zander, Ludwig Brähmer und noch ein paar Mirowern. Die jetzige Stammgruppe besteht aus den Mirowern Katrin Brähmer und Dirk Ptakowski, Gitti Hantel aus Wesenberg und Sybille Loch aus Neustrelitz. „Wir wären gern mehr, aber die Temperaturen sind schon gewöhnungsbedürftig“, schreibt mr Katrin Brähmer. „Es macht uns sehr viel Spaß, besonders, wenn eine Zugabe ‚gefordert‘ wird und wir ein zweites Mal eine Runde im kühlen Nass drehen. So, wie in diesem Jahr. kommen noch ein paar Badegäste dazu. Jeder ist willkommen.“
Zahlreiche Zuschauer gesellen sich jedes Jahr dazu und applaudieren den Badenden. Der Wasserskiclub sorgt für Essen und Trinken und steuert, wenn wie zum Start 2024 kein Eis auf dem See ist, eine kleine Show auf den Fluten bei.
Olivia Bussian (Bildmitte) mit Christine Kittendorf und Henry Tesch im Kreise ihrer Schützlinge.
Das erste, was Olivia Bussian loswerden möchte, noch ehe die stellvertretende Bürgermeisterin Christine Kittendorf und Bürgermeister Henry Tesch etwas sagen können, ist die Freude über die schöne Kleinseenhalle in Mirow. „So ein Gebäude kann man nur allen wünschen“, sagt Olivia Bussian und strahlt in Richtung der Lütten, die sich zum Kindersport in der Zwei-Felder-Halle am Leussower Weg eingefunden haben.
Damit hatte sie unbewusst die Brücke für den Bürgermeister und seine 1. Stellvertreterin gebaut. Beide sind gekommen, um Olivia Bussian mit der Mirow-Münze für den Monat Dezember zu ehren und großen Dank damit zu verbinden. „Olivia hat selbst zwei kleine Kinder“, sagt Bürgermeister Henry Tesch, „gleichzeitig ist sie jemand, die über den eigenen Tellerrand hinausschaut, sich hier zu einhundert Prozent einbringt und engagiert. Ohne sie gäbe es diese Möglichkeit des Kindersports hier in Mirow nicht. Viele haben uns angesprochen auf diese wunderbare Idee und Initiative von Olivia“, so Tesch, „und damit ihre Wertschätzung für Olivia Bussian zum Ausdruck gebracht.“ „Es ist eine große Freude zu sehen, wie die Kinder hier miteinander beim Sport treiben umgehen und sich wohl fühlen“, fügt Christine Kittendorf hinzu.
Besitzer von Traktoren aus Neustrelitz und Umgebung waren gestern wieder auf ihrer vorweihnachtlichen Lichtertour unterwegs, um den Menschen ein bisschen Freude zu bringen, wie von Veranstalter Andreas Siebeck zu erfahren war. In Neustrelitz wurden die Teilnehmer am Abend von Mitgliedern des örtlichen Residenzschlossvereins mit einer digitalen Darstellung des Schlosses empfangen. An Heiligabend fahren die Traktoren zu Alters- und Pflegeheimen der Residenzstadt und sind ab 14.30 Uhr noch einmal auf dem Markt zu sehen, wo Kinder mit Süßigkeiten beschenkt werden.
„Als wir erfuhren, dass das Ziel der Lichterfahrt der Schlossberg Neustrelitz sein würde, war schnell klar: Am Ort unserer Bemühungen müssen wir die Teilnehmer mit einer Präsentation der virtualisierten Schlossfassade begrüßen. Die winterliche Dunkelheit am frühen Abend ließ dies auf einer mittelgroßen Leinwand eindrucksvoll zu“, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Haase gegenüber Strelitzius. „Wie auch bei den Festspielen im Schlossgarten war es für uns eine Freude, wenigstens an einer temporären Belebung der Gründungsstätte unserer Stadt Neustrelitz mitzuwirken.“
Der durchschlagende Erfolg seines jüngsten, schneeinspirierten Werkes hat den Mirower Hobbydichter Gerhard Möhl zu neuen Versen animiert. Immerhin bekam er sogar Fanpost aus Montevideo. So viel Anerkennung ist nicht jedem Lyriker hierzulande beschieden.
Außerdem hatte mein Blogfreund und Kellerbühnen-Schauspielkollege auch zu Weihnachten vor einem Jahr nicht das Licht der Öffentlichkeit gescheut und bei Strelitzius publiziert. Könnte sein, dass uns da eine Tradition ins Haus steht. Nun also das jüngste Poem des Autors. Ohne der Literaturkritik vorgreifen zu wollen, darf ich an dieser Stelle bereits das hohe Maß an Authentizität in den nachfolgenden Zeilen hervorheben. Und dem Dichtkünstler ein frohes Fest wünschen.
Die bescheidenen Weihnachtswünsche eines Zehnjährigen
Alle Kinder, klein und groß, denken jetzt das eine bloß: Bin ein Jahr ich brav gewesen? Ward mein Wunschzettel gelesen? Bringt der Weihnachtsmann, der gute, mir Pakete statt der Rute? Wird an alles er auch denken, was ich bitte mir zu schenken? Lieber, guter Weihnachtsmann, ich erinnere dich daran, was auf meiner Liste steht, dass auch nichts verloren geht.
Weihnachtsmann, du stehst am Ruder, bring mir bitte keinen Bruder und erst recht nicht eine Schwester, so was will ich nicht, mein Bester, denn ich weiß mit solchen Rangen sowieso nichts anzufangen. All die schönen Spielzeugsachen werden sie kaputt mir machen.
Lieber bringe mir, mein Guter einen neuen Heimcomputer. Mein PC, das ist doch klar, war schon alt nach einem Jahr. Videokonsole hinten dran, ach bitte, lieber Weihnachtsmann.
Zudem brauch dringend ich ein Handy zwecks SMS mit Freundin Mandy. Ein Fernseher wär auch nicht schlecht, und ein Player wär mir recht. Lieber Weihnachtsmann, verstehs, dazu gehören DVDs. Außerdem, da brauche ich ein Mountainbike, ich bitte dich. Pack oben drauf noch Inlineskates, wie Peter hat, mit denen gehts. Das hätte ich doch glatt vergessen: Wäre es nicht angemessen, an den Sommer schon zu denken und ein Surfbrett mir zu schenken?
Klamotten kann ich immer brauchen, außerdem noch was zu rauchen. Zigaretten, eine Stange, Weihnachtsmann, sei bloß nicht bange. Auch wenn Mutter schimpfen tut und den Vater bringt’s in Wut. Mir verbieten sie den Schmauch, dabei rauchen sie doch auch.
Dann hätt ich gern noch ein paar Scheine, na, du weißt schon, was ich meine, Geld natürlich, alter Mann, dass ich mir was kaufen kann. Die Kohle bitte nicht zu wenig, zu gern wär ich ein kleiner König. Die Freunde würden mich beneiden. Sind meine Wünsche nicht bescheiden?
Vorfreudig denk ich an das Fest, nun besorge du den Rest. Lieber, guter Weihnachtsmann, spanne deinen Schlitten an. Nimm Flugzeug, Bahn oder den Bus, dass ich nicht ewig warten muss auf die paar wirklich kleinen Sachen. Ich denke schon, das lässt sich machen. Hast du dann alles mir vermacht, wünsche ich dir ‘ne stille Nacht!
Für einen langjährigen Kunden der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz kam das diesjährige Weihnachtsgeschenk reichlich früh und völlig unerwartet: Wohl auch deshalb brachte es große Freude zu dem 66-Jährigen, der in der Sonderauslosung der PS-Lotterie der Sparkassen immerhin 20.000 Euro gewann. So richtig glauben habe er es erst gar nicht können, aber dann sei die Freude wirklich groß gewesen, sagt seine Beraterin Clarissa Haug. Dass ihm eines seiner PS-Lose den Hauptgewinn einbringen würde, hätte der Glückspilz nicht für möglich gehalten.
5 Euro kostet ein Los bei der Sparkasse. Davon werden 4 Euro gespart und im Dezember auf dem Sparkassenbuch gutgeschrieben. Mit nur einem Euro Einsatz besteht 15-mal im Jahr die Chance auf Geld- und Sachpreise. 25 Cent je Los schüttet die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz an gemeinnützige Projekte in unserer Region aus. Allein in diesem Jahr profitierten 28 Vereine davon, die nun Vorhaben umsetzen konnten, die ohne diese Förderung oft nicht möglich gewesen wären.
Mein Neustrelitzer Blogfreund Hans-Joachim Wloczyk hat mir zum Wochenende eine Freude gemacht. Der Hobbyfotograf hat sich viel Mühe gegeben, Großherzog Georg (1779 bis 1860) und Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel (1796 bis 1869) auf ein Foto zu bringen.
Dazu hat mir mein Leser gleich noch eine kleine Geschichte angeboten. Es könnte nämlich sein, dass die beiden Herren nicht zufällig in unmittelbarer Nähe zueinander platziert wurden. So könnten sie sich besser miteinander unterhalten. Zum Beispiel über die Gestaltung des Schlossberges. Wäre der Straßenverkehr nicht so laut gewesen, hätte mir Hans-Joachim Wloczyk auch noch Details der Plauderei zwischen dem Bauherren und dem Baumeister mitgeteilt. Vielleicht wäre ja der eine oder andere Tipp für Stadtverwalter und Stadtvertreter abgefallen, die sich bekanntermaßen mit dem Thema schwer tun. Danke, lieber Hajo, und einen schönen dritten Advent allen in der Strelitzius-Gemeinde!
Das jüngste lyrische Werk meines Mirower Blogfreundes und Schauspielkollegen Gerhard Möhl hätte ich nicht drei Tage liegen lassen dürfen. Es ist nämlich von Schnee inspiriert, der sich mittlerweile verkrümelt hat. Andererseits wollte ich den nachrichtenarmen Sonntag abwarten, damit das Epos nicht in der Meldungsflut untergeht. Hier ist es nun, und die weiße Pracht muss man sich halt dazu denken.
Was ist denn das?
Was steht da hinter unserem Haus? So wie ein Bär sieht das nicht aus. Ein Hase kann es auch nicht sein. Dafür die Ohren sind zu klein.
Ein Hund ist‘s nicht und keine Katze, hat Ähnlichkeit mit einer Fratze. Auch vor dem Haus da steht so einer. Nicht ganz so groß, ein bisschen kleiner.
Doch was es ist, ich kann‘s nicht sagen. Ich weiß auch nicht, wen kann ich fragen. Und endlich fällt mir nur noch ein, das Ding muss außerirdisch sein.
Wie auch schon im vergangenen Jahr, als es damals Winter war, stand so ein Kerl in unserem Garten. Er schien auf irgendwas zu warten.
Worauf, hat sich mir nicht erschlossen. Er stand und stand, ganz unverdrossen. Als es dann wieder wärmer war, da war er weg, wie sonderbar.
Christiane Oestreich mit Henry Tesch (links) und Axel Chudy vor dem Torhaus zur Schlossinsel Mirow, Veranstaltungsort des Internationalen Festivals der Künste.
Wie macht man das, ein Internationales Festival der Künste, verbunden mit einem Sophie Charlotte Violinenwettbewerb, in Mirow seit nunmehr anderthalb Jahrzehnten organisatorisch zu stemmen. Wenn man diese Frage Christiane Oestreich stellt, dann zuckt sie nur minimal mit den Schultern und sagt kurz und knapp, „indem man es macht“. Es ist auch nicht ihre Sache, im Mittelpunkt zu stehen, schon gar nicht in der Öffentlichkeit.
Und doch gehört dieses Engagement öffentlich gewürdigt, sind sich Axel Chudy vom Vorstand und Vereinsvorsitzender sowie Bürgermeister Henry Tesch einig. „Es war schon in der Gründungsphase nicht einfach für die vielen Engagierten im Residenzschloss Mirow e.V.“, sagt Chudy, „aber was in den letzten Jahren organisatorisch dazu kam, wissen alle, die ehrenamtlich unterwegs sind.“ „Besonders mit den Herausforderungen einer Pandemie, der weltweiten Lage im Besonderen sowie den Schwierigkeiten, Gelder für kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen zu akquirieren, ist es für Christiane Oestreich oft kompliziert, dies alles übereinander zu bekommen“ , sagt Henry Tesch.
Thomas Naedler, Susanne Bliemel und Dr. Florian Ostrop (von links). Foto: Stiftung Mecklenburg
Im Jahr ihres 50. Jubiläums vergibt die Stiftung Mecklenburg zwei gleichrangige Preise für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes. Am gestrigen Mittwochabend erhielt die Lehrerin, Moderatorin und Autorin Susanne Bliemel aus Banzkow einen der beiden Preise in Schwerin verliehen. Den passenden Rahmen hierfür bildete das von der Preisträgerin gemeinsam mit Thomas Naedler selbst entwickelte neue plattdeutsche Programm „Blink un Blank“.
Susanne Bliemel trägt seit Jahrzehnten mit viel Fantasie, Kreativität und freundlicher Beharrlichkeit dazu bei, das Plattdeutsche als lebendige Sprache zu pflegen – mit ihren Übersetzungen des Virtuellen Landesmuseums MV und der „Abrafaxe“ ebenso wie auch als Lehrerin, Weiterbildungsfachkraft, Radiomoderatorin und Buchautorin. Damit stärke sie in erheblichem Maße regionale Identität in Mecklenburg-Vorpommern, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, Dr. Florian Ostrop, bei der Übergabe des Preises.
Das Neustrelitzer Rathaus 1981 und heute. Fotos: Burghard Neumann
Die Neustrelitzer Facebook-Seiten sind um eine Vertreterin reicher. Burghard Neumann steckt hinter „Neustrelitz – damals und heute“. Er debütiert in den sozialen Netzwerken und hat mich gebeten, ein bisschen Starthilfe zu geben. Der ehemalige Neustrelitzer im brandenburgischen Ruhestand hat sich entschlossen, seine alten Fotos aus den 80-er Jahren nicht in der Schublade verkommen zu lassen, sondern einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Hinzu kommen Schnappschüsse, die sein Onkel Harry Steinberg gemacht hat.
So ziemlich jede Woche will er ein weiteres historisches Bild mit dem Vergleich zur Gegenwart einstellen, wie Strelitzius von seinem Leser erfuhr. Und es gibt von Burghard Neumann natürlich ein paar Zeilen der Erläuterung und Kommentierung obendrauf. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei Facebook nachzuschauen und vielleicht eigenen Erinnerungen nachzuhängen.