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Glosse

Eigentlich wollte ich ja auch Pferdeflüsterer werden. Aber 1998, als mir Robert Redford als Berufsberater zur Seite stand, war es mit mir schon zu spät, um noch umzukehren. Und so wurde ich halt ein Schreiberling, was ich heute noch bin. Und, in festen Händen war ich ja seinerzeit auch. Umso mehr bin ich beglückt, dass ich jetzt, 26 Jahre später, trotzdem zumindest theoretisch mit Pferden kommunizieren kann. Wenn auch nicht flüsternd. Ich komme einfach nicht nah genug an sie heran. Und wenn ich distanzbedingt all die mir neu gegebene Lautstärke aufbiete, gehen die Pferde höchstens durch. Also, jetzt nicht mit mir. Aber auf der Koppel.
Übrigens kann ich auch Hunde anbellen. Aber, das führt jetzt vielleicht zu weit für den Leser dieser Zeilen. Zumal ich bei meinem sprachlichen Austausch von Mensch zu Tier noch am Anfang stehe. Und ich muss ja auch Rücksicht nehmen auf meine Artgenossen. Wenn ich denen von hinten komme, und die sind auch noch schreckhaft, nicht auszudenken. Es könnte sie glatt aus dem Sattel hauen. Oder aus den Schuhen. Womit wir der Erhellung des Themas ein gehöriges Stück näher gekommen wären.
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