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Ausstellung, Bremer-Langen, Fabrik.Galerie, Lichtblicke, Malerei, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz
Zur Vernissage der Ausstellung „Lichtblicke“ mit Malerei und Zeichnungen von Annette Bremer-Langen wird am Freitag, den 26. April, um 19.30 Uhr, in die Fabrik.Galerie für gegenwärtige Kunst der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eingeladen. Dabei wird die Künstlerin am Eröffnungsabend wegkundige Begleiterin sein, welche einiges über die Auswahl der dargebotenen Szenen, künstlerische Techniken und Inspirationen zu berichten haben wird. BesucherInnen haben dann noch bis zum 2. Juni und auch zu den „Kunst Offen“-Tagen die Möglichkeit, auf künstlerischen Spaziergängen das Oeuvre der 1960 in Essen geborenen Malerin zu entdecken.
„Es scheint, als hätte die Künstlerin Annette Bremer-Langen stets den richtigen Überblick. Der Blick auf eine Hafenszene beispielsweise, bei der verheißungsvoll ein Schiff in der malerischen Fluchtlinie erscheint, ist von einer Anhöhe über einige Felder hinweg gemalt. Auch urbane Straßenszenen sind mit einem langen Blick auf Straßen und Gassen gemalt, an deren Seite sich eng die hohen Häuser drängen und der Weg licht als einziges Ziel erscheint.
Die Künstlerin vermag in Ihren Bildern gekonnt ein spannungsvolles farbliches Orchester zu dirigieren. Auf den ersten Blick mögen einige Bilder abstrakt erscheinen. Ähnlich wie bei Aquarellen von Paul Klee schmiegen sich hier farbige Flächen teppichgleich aneinander. Doch, lässt man den Blick verweilen, lassen sich wohltuende Baumhaine, flirrende städtische oder landschaftliche Szenen entdecken. Annette Bremer- Langen setzt hierbei überzeugend auf den Einsatz lasierend gesetzter Farben: hier etwa schimmert ein Orange unter dem Grün hervor, und dort setzt sie dünne blaue Streifen auf das Grün etc..
Es ist besonders der Einsatz von leuchtenden Farbpunkten, die dem Ganzen den spannungsvollen Ausdruck verleihen: Während das Orange beispielsweise eben noch als Untermalung für eine grüne Feldfläche fungierte, taucht es leuchtend und strahlend in Form von Ölkreideflächen im Himmel wieder auf. So werden leuchtende Lichtakzente gesetzt, die auch im Wechsel von farbig gemalten Flächen zu fein gesetzten Linien oder Punkten anregend wirken. Die BetrachterInnen werden so zu Flaneuren in den dargebotenen Bildkontexten, die sie vielleicht mit einem wohligen Einatmen beginnen.“
(Text: Marieken Matschenz)
