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Vor der absehbaren feiertäglichen Fettlebe, sechs Tage bis zum Entenbraten, habe ich heute noch mal auf simpel gemacht. Irgendwie bin ich im Supermarkt am Rosenkohl nicht vorbeigekommen. Der hat mich geradezu angelacht. Für gewöhnlich gibt es dazu bei uns Buletten, aber so ein bisschen wollte ich bei aller Adventsbehaglichkeit dann doch gefordert sein. Tief in die heimische Rezeptesammlung getaucht und einen Auflauf herausgefischt.

Zunächst wurden ein Pfund Rinderhack mit drei gewürfelten kleinen Zwiebeln und zwei feingehackten Knobizehen in einer Pfanne in einem reichlichen Esslöffel Olivenöl bis hin zu einer krümeligen Struktur gebraten. Zielfarbe mittelbraun, ich hatte meinen genialen Holzspatel im Permanenteinsatz. Salz und Pfeffer darüber mahlen.

Anderthalb Kilo Rosenkohl habe ich großzügig geputzt, außerdem einen vergessenen Zucchino (Wir retten Lebensmittel) getiftelt und 250 Gramm Datteltomaten halbiert. Die Tomaten durften kurz zu dem Fleisch in die Pfanne.

Den Rosenkohl habe ich 15 Minuten lang mit Salz und Muskat in Wasser zugedeckt gegart, die letzten fünf Minuten waren auch die Zucchino-Stifte dabei. Das Gemüse abgießen und mit dem Fleisch in eine gefettete Auflaufform schichten. Majoran und Thymian sorgen für weitere Würze. 250 Milliliter Gemüsebrühe angießen und mit 120 Gramm gehobeltem Cheddar überstreuen.

Den Ofen auf 200 Grad oben und unten anheizen und die Auflaufform einschieben. Kohl und Fleisch geben jetzt alles. Nach 30 Minuten auftischen, ein paar Spritzer Worcestersauce sorgen für den letzten Pfiff. Lecker, garantiert, guten Hunger! Der Winter fängt ja gerade erst an. Und was wäre die kalte Jahreszeit ohne Kohlgerichte.