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Foto: Stadtverwaltung

Die Folgen des globalen Klimawandels sind auch in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg spürbar und beeinflussen das städtische Leben nachhaltig. So ist die Durchschnittstemperatur in der Stadt zwischen 1900 und 2021 um 1,6 Grad Celsius gestiegen und wird in Zukunft aller Voraussicht nach noch schneller ansteigen. Ein engagierter Klimaschutz ist daher wichtiger denn je, um die Treibhausgase zu begrenzen und die Stadt an die Folgen der Klimaveränderungen anzupassen.

Vor diesem Hintergrund präsentiert die Stadt ihre Klimabemühungen im Rahmen des Vier-Tore-Festes diesen Sonnabend und Sonntag, 27. und 28. August, am Klimainformationsstand in der Turmstraße. Vor Ort steht der Klimaschutzmanager der Vier-Tore-Stadt Dr. Christian Wolff an beiden Tagen zu allen Fragen rund um den Klimaschutz Rede und Antwort.

Fünf Minuten vor 12 Uhr herrscht Stille

Unterstützung erhält Dr. Wolff dabei von den Glocken der Marienkirche. An beiden Tagen wird die Marienkirche um 11.50 Uhr für 350 Sekunden ihr Glockengeläut für den Klimaschutz spielen und symbolisch fünf Minuten vor 12 Uhr wieder verstummen.

Die Anzahl der Glockenschläge richtet sich nach dem CO2-Grenzwert von 350 ppm (parts per million) in der Atmosphäre. Er bedeutet: Von einer Million Teilchen in der Luft dürfen höchstens 350 Teilchen Kohlendioxid sein, damit das Klima für Menschen und Umwelt erträglich bleibt. Gegenwärtig liegt dieser Wert in der Region um Neubrandenburg jedoch bei über 400 ppm.

Anspruchsvolles Ziel gesetzt

Mit dem 2019 von der Stadtvertretung verabschiedeten Beschluss zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes hat sich die Stadt das anspruchsvolle Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen, allen voran Kohlendioxid (CO2) im Vergleich zu 1990, bis 2050 um 95 Prozent zu senken. Das wären Einsparungen von rund einer Million Tonnen CO2. Lag der Wert 1990 noch bei 12 Tonnen CO2 pro Kopf, so konnte die Vier-Tore-Stadt ihren aktuellen Ausstoß um rund zwei Drittel auf 4 Tonnen CO2 pro Kopf reduzieren. Das Ziel von 2,5 Tonnen CO2 pro Kopf bis 2050 bleibt ambitioniert und wird das Engagement aller Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger verlangen.