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Gemeinsam gegen Altlasten, von denen es im Nationalpark noch viele gibt. Foto: Oscar Blank

Durch die Natur streifen, Vielfalt entdecken und Wissen aneignen über das, was uns umgibt. Das Junior Ranger Programm des Nationalparks strotzt vor Erlebnissen und Erfahrungen in der Wildnis und ermöglicht den Austausch mit Junior Rangern aus anderen Nationalparken in Deutschland und Europa.  In der ersten Augustwoche waren sechs schwedische Junior Ranger im Jugendwaldheim Steinmühle zu Besuch. Sie haben dabei zusammen mit zwei Volunteer Rangern aus dem Müritz-Nationalpark viel erlebt.

Einblicke in die Vogelwelt des Nationalparks gab es bei einer Floßtour über den Grünower See. Viele verschiedene Vogelarten wurden beobachtet, gemalt und die Namen auf Schwedisch, Deutsch und Englisch übersetzt. Vom Wasser aus konnten die Junior Ranger zum ersten Mal einen Biber in freier Wildbahn beobachten. Am Abend wurden am Jugendwaldheim Steinmühle, wo die Junior Ranger und ihre Betreuer übernachteten, Fledermäuse beobachtet und mit einem Detektor fünf verschiedene Arten identifiziert.

Beeindruckt waren die sechs Gäste aus Skandinavien von den alten Buchen in den „Heiligen Hallen“ und im UNESCO Weltnaturerbe Buchenwälder. „So starke Buchen gibt es in ganz Schweden nicht.“, staunte Tor, der Betreuer der jungen Schweden. Auch der Besuch des Landeszentrums für Erneuerbare Energien (Leea) sorgte für Begeisterung.

Ebenfalls Teil des Programms war trotz hochsommerlicher Temperaturen ein Arbeitseinsatz: Schrott sammeln am Lehmsee in der Nähe der Havelquelle. Abkühlen konnten sich die jungen Leute und ihre Betreuer dann in einem der vielen Seen. Der Förderverein des Nationalparks ermöglichte den Junior Rangern einen Besuch im Bärenwald. Die Schweden waren nicht nur beeindruckt von den Tieren, sondern auch davon, dass es eine solche Einrichtung zur Rettung von Bären in Mecklenburg-Vorpommern gibt.

„Kultureller Austausch erweitert den Horizont und Einblicke in andere Ökosysteme das Verständnis für die Natur“ so Ranger Lars de Wilde, der die Gruppe betreute. „Daher sind wir sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit zu diesem Austauschprojekt haben“.

Das Junior Ranger Programm ist das Bildungsprogramm der Nationalen Naturlandschaften und schafft spielerisch eine Verbindung mit der Natur in einem gemeinschaftlichen Umfeld.

Beim Besuch im Bärenwald zeigten sich die Besucher aus Schweden beeindruckt davon, dass es in Mecklenburg-Vorpommern eine solche Einrichtung zum Schutz der Bären gibt. Foto: Uwe Lemke