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In Rechlin Nord stehen die Zeichen wieder auf Sonnenschein. Der benachbarte Naturstrand „Mili“ ist saniert worden.

Nach einer Sanierungsmaßnahme hat heute der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, den bei Touristen und Einheimischen beliebten Müritzstrand „Mili“ bei Rechlin besucht. Zuvor waren Altlasten aus Schwerölklumpen gehoben und entsorgt worden (Strelitzius berichtete). Im Beisein des Bürgermeisters Wolf-Dieter Ringguth und von Tjark Hildebrandt, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe, betonte der Minister die Tragweite dieser Maßnahme für Mensch und Umwelt:

„2020 wurden hier dunkle Schollen eines gealterten Schwerölgemisches im Uferbereich entdeckt. Nach genauerer Untersuchung durch ein Fachgutachterbüro wurde die zu entsorgende Menge an Schweröl auf 15-20 Tonnen geschätzt. Bei der Beräumung wurden dann ca. 100 Tonnen des Schweröl-Sediment-Gemisches geborgen.“

Till Backhaus

Die Beseitigung dieser Altlast gestaltete sich laut Minister als Herausforderung, auch weil zunächst die Zuständigkeiten unklar waren. Durch eine Einzelfallregelung zwischen dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes, dem Land MV sowie der Gemeinde konnte jedoch eine Lösung gefunden und eine eineinhalbjährige Diskussion um die Zukunft des Strandes beendet werden.

“ Wir beteiligen uns hälftig mit ca. 50.000 Euro an Kosten für die Beräumung der Altlasten, die andere Hälfte wird vom WSA Elbe getragen. Damit erhalten wir einen der schönsten Badestrände der Müritz und leisten zum anderen einen Beitrag zum Gewässer- und Umweltschutz in dieser Region. Bald wird der ‚Mili’“ wieder sein wie früher, ohne die lauernde Gefahr in der Tiefe.“ so Minister Backhaus.

Die Nachsorge des Entsorgungs- und Reinigungsprozesses wird die Gemeinde Rechlin in Zusammenarbeit mit dem StALU Mecklenburgische Seenplatte leisten. Die Gemeinde übernimmt dabei ebenfalls einen Kostenanteil, da auch nach Sanierungs­abschluss einzelne Substanzreste nicht ausgeschlossen werden können.