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Nach langer Corona-Pause hat auch die Wesenberger Feuerwehr wieder mit der Regelausbildung begonnen und trifft sich alle 14 Tage Freitagabend zur Weiterbildung, um Wissen zu festigen und Handgriffe zu trainieren. Gestern stand das Thema „Feuerwehrdienstvorschrift 3 – Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ auf dem Lehrplan, wie mir mein Blogfreund René Deparade, stellvertretender Wehrführer, mitteilt.

Nach einem theoretischen Teil, wo gewisse Grundsätze und Aufgaben der einzelnen Trupps nochmal wiederholt und aufgefrischt wurden, gab es dann im Anschluss eine praktische Einsatzübung. „Feuer groß – Tiergartenstr. 16, Rauch und Hilferufe aus Gebäude, Menschenleben in Gefahr!“ so die Alarmierung. Mittels Nebelmaschine wurde hier ein Einfamilienhaus komplett „verraucht“ und ein Zimmerbrand simuliert. Nach dem Eintreffen galt es hier als erstes für den Einheitsführer im Rahmen seiner Lageerkundung festzustellen, dass sich noch 2 Personen im Gebäude befinden und dann entsprechende Maßnahmen zur Menschenrettung einzuleiten.

Währenddessen wurden bereits die Wasserversorgung hergestellt, der Verteiler gesetzt und alle weiteren Mittel für den Einsatzablauf vorbereitet. Nachdem der Angriffstrupp dann seinen Befehl zur Personensuche und Menschenrettung erhalten hatte, ging es unter Atemschutz ins Gebäude vor. Unter absoluter Nullsicht gelang es dem Angriffstrupp in den unbekannten und verwinkelten Räumlichkeiten beide Personen zügig zu retten und in Sicherheit zu bringen.

Bei der anschließenden selbstkritischen Analyse durch Beobachter, Führungs- und Einsatzkräfte kam deutlich zum Ausdruck, dass die Übung aufgrund schneller Erkundung der Lage, guter und zügiger Ausführung der Aufgaben einzelner Einheiten und vor allem durch das schnelle Erreichen des Einsatzziels als gut und erfolgreich zu werten ist. Etwas Optimierungspotential wurde aber dennoch an der einen oder anderen Stelle festgestellt.

Die Wesenberger Kameraden bedanken sich bei Burkhard Hänsch, der sein leer und zum Verkauf stehendes Einfamilienhaus für die Übung zur Verfügung gestellt hat. „Wir haben selbstverständlich während der Übung äußerste Vorsicht walten lassen, um keinerlei Schaden zu verursachen“, so René Deparade.