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Franziska und Gerd Schröter (links) waren ganz besondere Gäste, die Bärenwald-Chefin Winnie Rösner (rechts) am Dienstag begrüßen konnte. Fotos: Bärenwald Müritz/Maria Andresen

Eine echte Überraschung brachte der Besuch des Bärenwaldes Müritz am Dienstag für Gerd und Franziska Schröter aus Tolk in Schleswig-Holstein: Sie waren die einmillionste Besucherin und der einmillionunderste Besucher (Strelitzius berichtete), die in den 14 Jahren des Bestehens der Tierschutzeinrichtung zu Gast waren. Für das Paar gab es aus diesem Anlass nicht nur freien Eintritt in den Bärenwald, sondern auch gleich noch eine Exklusiv-Führung durch die weitläufige Tierschutzeinrichtung obendrauf.

Zudem durften die Eheleute sogar einen Blick in die Futterküche und den OP-Raum der Einrichtung werfen – Bereiche, die sonst für Besucher tabu sind. „Seit sieben Jahren machen wir Urlaub in Röbel, mindestens ein, zwei Mal besuchen wir dann auch den Bärenwald. Denn wir finden gut, was hier für die Bären geleistet wird. Das unterstützen wir. Außerdem ist es eine wunderbare Anlage zum Spazieren“, sagte Gerd Schröter.

Nicht nur für Franziska und Gerd Schröter war dieser Tag ein Ereignis. . Auch für die 25 Mitarbeiter des Bärenwaldes Müritz markierte der einmillionste Gast einen wichtigen Meilenstein in der 14-jährigen Geschichte der Tierschutzeinrichtung. „Wir haben natürlich immer ein Auge auf unsere Besucherzahlen. Dass wir aber dann doch diese Zahl erreicht haben, die uns anfangs so unvorstellbar erschien, macht uns stolz. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, nicht nur jetzt, wo auch wir merken, dass aufgrund der Corona-Pandemie viele Deutsche Urlaub im Inland machen“, sagte Bärenwald-Betriebsleiterin Winnie Rösner. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bärenwald Müritz mit rund 104.000 Besuchern abgeschlossen, und auch in diesem Jahr wurde die
100.000-Besucher-Marke bereits erreicht.

Tierschutz und Tourismus Hand in Hand

Den Erfolg der Tierschutzeinrichtung am Südufer des Plauer Sees führt die Betriebsleiterin nicht nur auf gutes Marketing zurück, sondern auch darauf, dass im Bärenwald Müritz respektvoller Tierschutz und nachhaltiger Tourismus Hand in Hand gehen. „Viele Menschen machen sich heutzutage mehr und mehr Gedanken zum Beispiel über den Umgang mit Tieren, die in menschlicher Obhut leben. Bei uns im Bärenwald erfahren die Besucher, wie es Tieren ergehen kann, die unter schlechten Haltungsbedingungen zum Teil Jahre leiden mussten. Die Besucher lernen aber auch, dass es sich lohnt, dagegen etwas zu unternehmen“, betont Winnie Rösner.

Nicht jeder Gast, der in den Bärenwald Müritz komme, wisse vor seinem Besuch, dass im Bärenwald Müritz Tiere leben, die gerettet werden mussten. Aber nach dem Besuch, so Winnie Rösner weiter, seien die meisten informiert. „Bildungsarbeit in punkto Tierschutz und Nachhaltigkeit spielt bei uns eine große Rolle, aber eben nicht mit erhobenem Zeigefinger. Der Bärenwald begeistert mit seinen Bären, die hier ein neues, artgerechtes Zuhause gefunden haben, die Besucher erkennen, dass es sich um eine Tierschutzeinrichtung handelt und sie beginnen, sich mit dem Tierschutzgedanken auseinander zu setzen“, erklärt Winnie Rösner.

Nachhaltigkeit und Naturschutz

Der einmillionste Gast ist ein wichtiger Meilenstein in der Bärenwald-Geschichte, aber eben nicht der wichtigste: „Wir wollen den Tierschutz-Gedanken und die vielen wichtige Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz transportieren, und wir sind stolz darauf, dass das uns offenbar gut gelingt“, meint sie.

Im Jahr 2006 wurde der Bärenwald Müritz von der Tierschutzstiftung Vier Pfoten eröffnet. Das Areal erstreckt sich über 16 Hektar Waldfläche mit natürlichen Bachläufen und künstlichen Badebassins. Derzeit leben hier 15 Bären.

Das Team des Bärenwaldes Müritz hatte allen Grund zum Feiern.