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Foto: NonstopNews Müritz

Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus am vergangenen Freitag in Neustrelitz in der Zierker Straße (Strelitzius berichtete) hat es eine Verpuffung gegeben, keine Explosion. Zu dieser Erkenntnis ist ein Neubrandenburger Brandursachenermittler gekommen, der heute den Unglücksort untersucht hat. In der Wohnung befanden sich Gaskartuschen, kein Sprengstoff, wie in sozialen Medien kolportiert. Der abschließende Bericht des Kriminaltechnikers liegt noch nicht vor.

Der 55-jährige Mieter befand sich allein in der Wohnung. Eine Fremdeinwirkung wird derzeit ausgeschlossen.Anwohner hatten die ausgelöste Brandmeldeanlage und starke Rauchentwicklung mitgeteilt. Die unmittelbar eintreffenden Polizeibeamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz brachen die Wohnungstür des Bewohners auf, aus dessen Wohnung bereits Flammen schlugen. Sie konnten den Mieter aus der Wohnung bergen und er wurde mittels eines Rettungshubschraubers in eine Spezialklinik nach Berlin geflogen. Hier erlag der Mann wenige Stunden später seinen schweren Verletzungen.

Die Wohnung, in welcher der Brand ausgebrochen ist, befindet sich in einem Anbau des Mehrfamilienhauses. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Haupthaus verhindern. Das 110 Jahre alte Fachwerkhaus ist jedoch durch die Flammen, Rauchgas und durch das Löschwasser in wesentlichen Gebäudeteilen erheblich beschädigt worden. Lediglich eine Mietwohnung ist weiterhin bewohnbar. Die anderen Mieter wurden durch die Stadt Neustrelitz anderweitig untergebracht. Zur Schadenshöhe kann noch keine Auskunft gegeben werden.

Noch am Freitag hatten sich Kriminaldauerdienst und der Brandursachenermittler am Brandort im Einsatz befunden. Bei den Löscharbeiten wurde allerdings Schaum verwendet, der sich einige Zeit hält. Eine Brandortuntersuchung war somit vor dem heutigen Tage nicht sachgerecht möglich. Daher war der Brandort beschlagnahmt worden.