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Feldfrisch Gemüse zu beziehen hat neben anderen Vorzügen den Vorteil, dass unsereins eine gewisse Bedenkzeit bleibt, was mit der Gabe nun anzustellen ist. Meine Blogfreundin Marlies Krieger aus Rödlin habe ich an dieser Stelle schon gewürdigt (Strelitzius berichtete). Gestern ist es mir mal wieder um die Verwertung gebunkerter Restbestände gegangen. Also nicht von Marlies, sondern von den Zucchini, mit denen sie mich auch in diesem Jahr freigiebig bedacht hat. Und ein übrig gebliebener Kaventsmann von einem reichlichen Kilo aus der Sendung hatte mich in den letzten Tagen regelmäßig im Keller vorwurfsvoll angeschaut. Wie die rote Paprika, die gleich daneben lag. Und die Zwiebeln nebenan haben mich auch gefragt, wann ich mich mal um ihre Weiterverwendung kümmere.

500 Gramm Rinderhack habe ich kurzentschlossen in einer Pfanne in etwas Olivenöl angebraten, bis es dunkelbraun geworden ist. Dann habe ich zwei kleingehackte Zwiebeln und die kleingehackte Paprika fünf Minuten mitschmurgeln lassen. Unterdessen habe ich meinen Hauptdarsteller, es könnten auch zwei untergewichtige Zucchini sein, quer halbiert, längs geteilt und das Kernfleisch mit einem Teelöffel herausgeschält. Letzteres kommt in die Pfanne und darf auch noch ein paar Minuten bei geschlossenem Deckel mitbacken.

Pfeffer, Salz, Paprikapulver und zwei kleingeschnittene Knobi-Zehen folgen in den Tiegel, das fertige Gemisch wird in die innen gesalzenen Zucchino-Viertel gestrichen. Was übrig bleibt, kein Alarm, wird warm gehalten.

Jetzt die gefüllten Zuccino-Viertel mit geriebenem Käse überstreuen. Wir hatten einen italienischen Moment und konnten einen Pecorino aus der Tattoria la Vialla (Toscana) in unseren Vorräten auffinden und verarbeiten. Der Cheddar, den wir schon bereitgestellt hatten, musste diesmal den Rückzug antreten. Da war sein Konkurrent von der Apenninhalbinsel einfach übermächtig. Anerkennung der Holden, die verletzungsfrei den steinharten Rundling unter Aufbietung aller Kräfte und verletzungsfrei handgerieben hat.

Die gefüllten Zucchino-Teile in eine ausgefettete Auflaufform setzen und im Backofen bei 200 Grad 25 Minuten lang backen. Wie immer stand bei uns Worcestersauce auf dem Tisch. Die überschüssige Füllmasse wurde als ebenso dekorative wie schmackhafte Umrandung auf die Teller gebracht. Eine weitere Beilage braucht in diesem köstlichen Fall eigentlich kein Mensch, aber Reis geht durchaus. Guten Appetit!