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Während die Mannen von den Neustrelitzer Werkstätten des Rehazentrums, das jetzt IDA heißt, draußen im Garten noch an meinen künftigen Gabionen-Hochbeeten arbeiten, sind andere Anbauer erheblich weiter. Wie meine Blogfreundin Marlies Krieger aus Rödlin, die mir auch in diesem Erntejahr drei prachtvolle Zucchini hat zukommen lassen. Lieben Dank!

Eines der Gewächse mit einem Gewicht von rund einem Kilogramm habe ich heute in einem Auflauf verarbeitet. Wurden früher fade Kartoffeln hinzugesellt, so durfte diesmal ersatzweise eine pfundige Sellerieknolle mitwirken. Auch 250 Gramm Möhrchen und 75 Gramm Rohschinkenwürfel trugen zum Mahl bei, das der in der Regel eher reservierten Holden die Mundwinkel nach oben getrieben hat.

Den Zucchino gewaschen, aber ungeschält in Scheiben schneiden. Wo er zu korpulent ist, die Scheiben halbieren. Die Möhrchen schälen und ebenfalls in Scheiben verwandeln, das auch mit der geschälten Sellerieknolle tun. In einem Liter Gemüsebrühe die Selleriescheiben zehn Minuten bei schwacher Hitze garen. Nach fünf Minuten dürfen die Möhrchenscheiben mitbaden. In ein Sieb abgießen und kurz kalt abspülen.

Zucchino, Sellerie und Möhren in eine ausgefettete Auflaufform einschichten, die Schinkenwürfel dazwischenstreuen und mit Muskat und Cayenne-Pfeffer nicht zu zaghaft würzen. Ich schwöre ja beim Überbacken auf geriebenen Cheddarkäse und habe rund 150 Gramm über das Bauwerk gestreut.

Den Ofen auf 200 Grad oben und unten vorheizen und den Auflauf 20 Minuten lang darin vollenden. Ein paar Kräuter, hatte leider nur getrocknete vorrätig, komplettieren das Essen, und der eine oder andere Spritzer Worcestersauce krönt die Mahlzeit.

Natürlich lässt sich die Sellerieeinlage durch vorgekochte Kartoffelscheiben ersetzen. Auch auf die Gefahr, von mecklenburgischen Tüftenfraktionären wieder angegiftet zu werden: Die Powerknolle ist dem anderen Erdapfel meilenweit überlegen.