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Thomas Besse. Foto: B4B MV

Im Dezember waren in der Seenplatte 503 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im November, insgesamt 11.222. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sind es 843 Arbeitslose weniger.

„Die gute Konjunktur im Landkreis hält weiter an. So konnte die Zahl der Arbeitnehmer nach letzten verfügbaren Daten (30. Juni 2019) auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau von gut 94.000 gehalten werden“, so der Neubrandenburger Arbeitsagenturchef Thomas Besse in seiner monatlichen Pressemitteilung. „Anhand der offenen gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen spricht viel dafür, dass der Arbeitsmarkt auch im neuen Jahr aufnahmefähig bleibt. Zwar wirken sich in den Kernwintermonaten Januar und Februar immer auch saisonale Einflüsse dämpfend aus, aber die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt ungebrochen.“

Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung blieben wichtige Herausforderungen am Arbeitsmarkt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte neben der Digitalisierung die zunehmend knapper
werdenden Arbeitskräfte, aber auch strukturelle Probleme wie die Integration von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten, so der Agenturchef.
Die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes seien günstig, um auch
langzeitarbeitslosen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht laut Besse die Situation: 38 Prozent (4.304) der Arbeitslosen sind ein Jahr und länger arbeitslos. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. „Um diese Menschen müssen wir uns kümmern“, betont Besse. Allein unter den 15- bis unter 25-Jährigen sind 135 junge Menschen ohne Ausbildung.