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„Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern an Bundes- und Landesstraßen 4.423 Straßenbäume neu gepflanzt. 2.836 Bäume mussten dort gefällt werden. Das bedeutet ein Plus von 1.587 Bäumen“, berichtet Infrastrukturminister Christian Pegel und betont: „Erstmals seit 2014 lag die Zahl der Neupflanzungen damit deutlich über der der Fällungen.“

Der BUND hofft sehr, dass der positive Trend auch in den kommenden Jahren anhält“, sagt Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Mecklenburg-Vorpommern, bei einem heutigen Treffen im Schweriner Infrastrukturministerium.

Die meisten neuen Bäume wachsen nun im Landkreis Ludwigslust-Parchim, den das Straßenbauamt Schwerin betreut, mit 1168 Bäumen. Es folgt im Zuständigkeitsbereich des Straßenbauamtes Neustrelitz der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – dort sind es 998 Jungbäume. In beiden Landkreisen wurden aber auch die meisten Bäume gefällt. Die Witterung hatte dort in den vergangenen Jahren zu vielen Baumschäden geführt, die die Verkehrssicherheit gefährdeten. Teilweise waren Bäume aufgrund starker Stürme gestürzt. Vor allem Ludwigslust-Parchim war davon betroffen. „Die Zahl der Neuanpflanzungen lag aber dennoch auch dort deutlich über der Fällquote“, so Pegel.

„Die Kollegen der Straßenbauverwaltung haben mit ihrem Einsatz im vergangenen Jahr einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Alleen in unserem Land geleistet. Dabei haben sie Wert darauf gelegt, die Bäume so zu pflanzen, dass in den kommenden Jahrzehnten neue, dichte Alleen entstehen können.“ Als Beispiele nennt er die Landesstraße 341 zwischen Woldegk und Göhren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), an der 412 Linden gepflanzt wurden, sowie die Landesstraße 81 zwischen Blievenstorf und Dambeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit 356 neuen Birken, Ahornen und Eichen. Daneben hat die Straßenbauverwaltung auch viele Obstbäume gepflanzt, unter anderem bei Richtenberg (Landkreis Vorpommern-Rügen). Dort stehen nun mehr als 100 Wildapfel-, Apfel- und Pflaumenbäume sowie Felsenbirnen und Ebereschen.

Neben Neuanpflanzungen unternimmt die Straßenbauverwaltung große Anstrengungen zum Erhalt der vorhandenen Alleen und Baumreihen. So wurden 2018 ca. 2,7 Millionen Euro für die Pflege der Straßenbäume aufgewendet.