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Architektur, Bauen, Geschichte, Kommunales, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz
Es war eine schwere Schwangerschaft. Die Geburt hingegen war dann ganz einfach. Mit 22 von 23 möglichen Stimmen ist am Abend von der Neustrelitzer Stadtvertretersitzung endlich der Beirat abgesegnet worden, der die künftige bauliche Gestaltung des Schlossberges im Dialog mit dem Land begleiten soll.
Zuletzt hatte es noch einmal Störfeuer gegeben, was eher pessimistisch im Hinblick auf den heutigen Abend stimmte. Ich will das an dieser Stelle nicht weiter kommentieren. Umso erfreulicher, dass das Votum so eindeutig ausgefallen ist. Langer Atem derer, die mit der Schlossbergkonferenz 2018 den Prozess angeschoben und mit der Konferenz 2019 unbeirrt fortgesetzt haben, hat sich ausgezahlt. Der Beirat ist aber auch nur ein Etappensieg, erst mal nicht mehr.
Eine zweite Nachricht aus der Stadtvertretersitzung sollte eigentlich auch eine gute sein. Nachdem der Verkauf des Parkhauses 2003 letztlich gründlich schief gelaufen ist und die Villa, letztes erhaltener Repräsentationsgebäude des Strelitzer Herrscherhauses, weiter dem Verfall preisgegeben war, wird sie nun per Gerichtsbeschluss an das Land rückübertragen. Wie intensiv Schwerin seinen Eigentümerpflichten nachkommt, wir werden es sehen. Da ist manches Licht, aber auch viel Schatten.
