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Michel Decars Tragikomödie „Jenny Jannowitz“ hat am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr im Neubrandenburger Schauspielhaus Pemiere. Zum Inhalt: Hamsterrad 2.0. Karlo Kollmar hat gerade den ganzen Frühling verschlafen. Doch sein Chef dankt ihm für die geleistete Arbeit und schickt ihn in den Urlaub, seine Freundin wechselt ständig den Namen, die Mutter die Liebhaber und sein bester Freund übernimmt nicht nur seinen Job, sondern auch die Freundin. Alles ändert sich rasend schnell und nur „Jenny Jannowitz“, die mystische Zauberin, schafft es, den Lauf der Zeit zu stoppen…

„Jenny Jannowitz“ ist eine parabelhafte Komödie auf unsere Gesellschaft. Michel Decar hat den Begriff des „flexiblen Menschen“ der Gegenwart beim Wort genommen und auf die Spitze getrieben. Sein Held Karlo Kollmar, ein Mann ohne besondere Eigenschaften, ist permanent tapfer auf der Suche nach einer verlorenen Zeit. Decars Tragikomödie blickt satirisch auf die anhaltende Beschleunigung und die Selbstoptimierung, die nötig ist, um ihr standzuhalten. Seine Tragikomödie über die aktuelle Entschleunigungsdiskussion erhielt 2014 den Kleist-Förderpreis.

Weitere Vorstellungen: 2. und 16. März, jeweils 19.30 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch,