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Es gibt offensichtlich eine neue Methode, wie man schnell zu Geld kommen kann. Mein Mirower Blogfreund Hannjörg Guhl hat mich nach leidvoller Erfahrung in Neustrelitz darauf aufmerksam gemacht und mich zugleich gebeten, meine Leser zu warnen. „Das dürfte auch andere interessieren“, schreibt er mir unter der Überschrift „Parkabzocke“.
„Beim Kaufland wird seit Neuestem durch eine private Firma aufgepasst, ob auch jeder seine Parkscheibe ordnungsgemäß ausgelegt und eingestellt hat. Das hat meine Frau leider vergessen, als sie heute mit einer Freundin dort einen großen Einkauf getätigt hat“, schildert Hannjörg Guhl das Erlebte.
Als die Frauen wieder zum Auto kamen, fanden sie einen Strafzettel an der Winschutzscheibe. „Zehn Euro hätte man ja akzeptieren können für diese kleine Nachlässigkeit, aber 30 Euro sind eine absolute Frechheit“, finden die Mirower. „Wir und unsere Freundin werden jedenfalls dort nicht mehr einkaufen.“
Die Kontrolle der Parkscheibe auf Parkplätzen an Supermärkten ist hier in NB normal. Ich verstehe, dass man entsetzt darüber ist,wenn man dort einkaufen war. Ich hab es hier auch schon durch. Wenn man freundlich bei der Firma anruft und den Fall schildert und einen Einkauf nachweisen kann (Kassenzettel), zeigt sich die Firma bei „Erstberstoss“ recht kulant. Ich würde es grundsätzlich nicht als ABZOCKE bezeichnen. Betrachte man Situation mal anders. Der Parkplatz ist für eine bestimmte Zeit zum kostenlosen parken für die Kundschaft der Geschäft bestimmt. Sie stellen diesen für ihre Kundschaft KOSTENLOS zur Verfügung. Das ust such wunderbar, denn anderwo werden immer Gebühren fällig und dss nicht wenig.
Diese Maßnahme geht gezielt gegen die Dauerparker und Parkplatzblockierer, welche diesen Parkplatz dazu nutzen, um ihr Auto den ganzen Tag dort zu parken und in der Stadt zur Arbeit zu gehen. Sie blockieren für die Kundschaft der Geschäfte die bereitgestellten Parkplätze. Es ist doch ärgerlich, und jeder wird die Erfahrung schon gemacht haben, wenn man auf dem Parkplatz herumkreist, alle Plätze sind besetzt und man verärgert wegfährt und in anderen Geschäften einkaufen geht. Sicher sind 30 Euro ne Menge Geld. Vom Ordnungsamt bekommt man weniger Strafe aufgebrummt. Nur man bekommt die Dauerparkplatzblockierer nicht anders , nur wenn man an das Geld geht und das, wenn irgendwo auch weh tut. 5 Euro oder 10 Euro sind da zu wenig, weil ich auf Parkplätzen der Stadt mehr bezahlen muss für den Tag. Es ist so wie immer, es trifft in diesem Fall wieder den falschen Parker. Mein ist wirklich, freundlich bei der Firma anzurufen und mit denen zu reden. Dort nicht mehr einzukaufen ist die falsche Reaktion. Damit schadet man nur den Geschäften, welche diese Maßnahme zur Bereitstellung kostenloser Parkplätze für ihre Kundschaft ergreift. Und….ich glaube (zumindest ist es bei mir so) beim nächsten Einkauf wird die Parkscheibe auf jeden Fall nicht vergessen.
Ich habe kein Problem damit, ist halt kein öffentlicher Parkplatz. Das Positive, man findet zum Einkauf immer ein Plätzchen. Keine Dauerparker mehr.
Die verständnisvollen Kommetare sind ja grundsätzlich auch nachvollziehen; aber was bei – grundsätzlich kostenfreien – Parkscheiben-Plätzen besonders ärgert sind die hohen Kosten für die Nachlässigkeit. Damit tut sich Neustrlittz auch an anderer Stelle hervor (Venusberg). Ist sicher alles korrekt, aber führt dazu, im o.g. beschrieben Fall und bei mir und meinem Umkreis, dass noch weniger in der Innenstadt eingekauft wird. So wird halt – rechtlich korrekt – die Innenstadt zugunsten des Interneteinkaufs noch mehr verödet.
Mit populistischen Begriffen ist man immer schnell bei der Hand. „Abzocke“ u.a. sind da gute Beispiele, vor allem, wenn eigenes Fehlverhalten auf andere abgewälzt werden soll. Letztendlich kann man ja nur froh sein, dass die Autos nicht auch noch abgeschleppt wurden. Da ist man dann mit – wie ich neulich hörte – über 200 € dabei, Stress exclusive. 😉
In dem Zusammenhang möchte ich eine kleine Wette abschließen. „Wir und unsere Freundin werden jedenfalls dort nicht mehr einkaufen.“ steht oben im Artikel. Das wird m.E. nicht wirklich durchgehalten. Dafür überwiegen die Vorteile. 😉 Ich hätte also die Wette gewonnen, sobald dort wieder einmal eingekauft wurde. Wer setzt dagegen?
Es überrascht mich, wie wenig Kritik hier laut wird. Kundenparkplätze sind zwar nicht für Dauerparker eingerichtet, aber der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Googelt man park & control GmbH, sieht man schnell, dass die Vorgehensweise von dieser und anderen Parkplatzkontrollfirmen keineswegs unumstritten ist und widerspruchslos hingenommen wird.
https://rechtstipp24.de/2017/06/23/widerspruch-bei-parkplatz-vertragsstrafe-fair-parken-park-control-estrella/
https://www.swr.de/marktcheck/private-firmen-kassieren-auf-parkplaetzen/-/id=100834/did=20056564/nid=100834/1mxnztu/index.html
Ich finde es vollkommen richtig so drastisch vorzugehen ( egal ob von einer „outgesourcten“ firma oder von eignen mitarbeitern). Alleine wegen der parkplatznot bin ich nicht mehr zum kaufland gefahren. Auch ich hatte festgestellt, dass oft mehr dauerparker anwesend sein mussten als laden-kurzparker . Hie und da bin ich dann spät am abend dorthin gefahren, um erfreut festzustellen, das ich nun bequem platz hatte . Ich habe sehr wohl sofort mitgekriegt, dass ich eine parkscheibe benutzen soll ( ist ja durchaus üblich..). Nun, wenn die langzeitparker nicht anders zu bewegen sind, dann halt so – und ich denke auch, dass derjenige, der dies bisher übersah, durchaus mit der firma reden kann.