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Bürger, Mecklenburg-Strelitz, Mirow, Neustrelitz, Politik, Theater, Wesenberg
34 Aktivisten der Theater-Publikums-Initiative und des Fördervereins Landestheater Mecklenburg aus Neustrelitz, Mirow und Wesenberg haben sich heute mit dem Bus auf die Reise nach Schwerin gemacht, um aus Anlass der Landeskulturkonferenz für den Erhalt des Theaterstandortes zu demonstrieren (Strelitzius berichtete). Thomas Kowarik vom Kunsthaus Neustrelitz hatte Gelegenheit, der neuen Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) im Tagungsgebäude einen Forderungskatalog des Fördervereins zu übergeben. „Schon da zeigte sich die Ministerin dialogbereit“, wie mir die Mirowerin Ingrid Schinnerer am Abend mitteilte.
Später sei die Politikerin auch noch zu den Demonstranten vor das Haus gekommen, die dort „bei wirklich unwirtlichem Wetter in Nieselregen und Kälte“ ausharrten, so meine Korrespondentin. „Sie war von unserem Lied sehr angetan, dass wir anlässlich dieser Demonstration noch kurz davor im Bus gedichtet hatten.“ So eine friedliche und schöne Demonstration habe sie noch nie erlebt. „Wenn Menschen nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt bei einem solchen Wetter für ihre Sache hier stehen, muss ihnen diese sehr am Herzen liegen“, zitiert Ingrid Schinnerer die Politikerin.
Birgit Hesse habe sich eine Kontakttelefonnummer geben lassen, weil sie nach Neustrelitz kommen wolle, um das Gespräch fortzusetzen. „Wir haben betont, dass wir den Faden nach Schwerin, der abgerissen ist, neu knüpfen wollen“, schildert die Mirowerin das kurze Gespräch.
Für alle Theaterfreunde hier die Liedzeilen der Demonstranten, die nach der Melodie von „Kein schöner Land in dieser Zeit“ zu singen sind:
Theater ist uns’re große Freud,
es ist das einzige weit und breit
wir woll’n es hegen, in Liebe pflegen, für alle Zeit.
wir woll’n es hegen, in Liebe pflegen für alle Zeit.


