Schlagwörter
Denkmalschutz, Freizeit, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Neustrelitz
Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11. September, steht mit dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Handelns. Zwei Termine sollte man sich aus diesem Anlass in Neustrelitz vormerken, meint Petra Ludewig aus dem Rathaus. Aber auch die Kreisstadt hat einen echten Anziehungspunkt zu bieten.
Um 13 Uhr können Interessierte in Neustrelitz die Tiergartenstraße 26 besichtigen. Das 1890/91 erbaute Haus, für das die Aufnahme in die Denkmalliste des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte beantragt ist, hat lange leer gestanden. Zurzeit wird es durch eine Bauherrengemeinschaft saniert. Die Stadt Neustrelitz unterstützt unter anderem die Sanierung der Fassade aus Mitteln der Städtebauförderung. Zur Besichtigung werden die Architektin Marija Andersson und die Eigentümer vor Ort sein.
Um 15 Uhr laden die Mitglieder des Vereins Stasi-Haftanstalt Töpferstraße e.V. in Neustrelitz zur Eröffnung des Erinnerungsortes im ehemaligen Hafthaus auf dem Gelände des Landessozialgerichtes in der Töpferstraße ein. Es wird eine Einführung in die Geschichte des Hauses und in die Nutzungskonzeption für den Erinnerungsort geben. Zeitzeugen berichten über ihre persönlichen Erfahrungen und über ihre Erinnerungen an die Töpferstraße. Die „Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz“ hat die Arbeiten zur Entwicklung und Einrichtung des Erinnerungsortes finanziell unterstützt.
In Neubrandenburg wird am Sonntag die Ausgrabungsfläche in der Poststraße für Besucher geöffnet, ist aus der dortigen Stadtverwaltung zu erfahren. Dort graben Archäologen gerade einen ehemaligen Friedhof aus. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden hier Neubrandenburger bestattet, darunter auch Opfer eines brutalen Axtmordes von 1770. Was die Forscher schon über die Vergangenheit der Stadt erfahren haben, erzählen sie am Tag des offenen Denkmals bei Führungen um 10 Uhr und um 11.30 Uhr.