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Die jungen Satellitenbauer mit Vertretern der Auswahlkommission und Lehrern.

Die jungen Satellitenbauer mit der Auswahlkommission und Lehrern.

Das Carolinum holt sich jetzt auch den Weltraum unters Dach. Ein Projektteam aus rund einem Dutzend Schülern der Klassenstufen 8 bis 12 hat die einmalige Chance, das Ergebnis monatelanger Arbeit auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) Anfang Juni in Berlin mit einer eigenen Show präsentieren zu dürfen.

DeSK-Chef Reinhard Schnabel lässt sich von Leon (links) und Ralf das Modell erklären.

DeSK-Chef Reinhard Schnabel lässt sich von Leon (links) und Ralf das Modell erklären.

Die TU Berlin bereitet derzeit mit Förderung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Satellitenmission vor mit dem Ziel, vier Kleinstsatelliten mit einer Kantenlänge von nur 24 Zentimetern in eine Umlaufbahn um die Erde zu bringen. Sie kommunizieren mit der Bodenstation und auch untereinander. Neben der Technischen Universität gibt es eine zweite Datenempfangsstation beim Deutschen Zentrum für Satellitenkommunikation (DeSK) in Backnang (Baden-Württemberg). Mit der Beauftragung des DeSK hat die TU auch zwei Schülerprojekte ausgeschrieben, die die Satellitenmission darstellen sollen. Sie gingen an eine Berufliche Schule in Berlin und eben an das Carolinum.

Schulleiter Tesch: „Wir befinden uns auf der Zielgeraden“

In der zurückliegenden Woche haben Wissenschaftler des DLR, des DeSK und der TU nach regelmäßigen Konsultationen den Carolinern einen Besuch abgestattet und sich beeindruckt vom Stand der Arbeiten gezeigt. Auch wenn das Ergebnis des Wettbewerbs mit den Berlinern noch nicht offiziell feststeht, haben die Gymmnasiasten von der Auswahlkommission schon eine klare Botschaft erhalten. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, fasste sie Schulleiter Henry Tesch für Strelitzius in einem Satz zusammen.

Für das Projekt wurden den Schülern im Carolinum eigene Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, in denen es vom Schraubstock bis zum 3-D-Drucker an nichts fehlt. Neben vier maßstabsgerechten Modellen der Satelliten haben sie auch noch eines in Originalgröße gebaut. Das Mini-Quartett schwebt übrigens über einer Landschaftskulisse mit Carolinum, Stadtkirche und DLR Neustrelitz. Damit wäre auch die Residenzstadt selbst auf der ILA präsent.

Rechnergesteuert wird die Kommunikation zwischen Bodenstation und künstlichen Himmelskörpern sowie zwischen den Satelliten über Lichtpakete verdeutlicht. Auch ein Blick ins Innenleben eines Satelliten wird dem Betrachter ermöglicht. Das Siegermodell soll später im öffentlich zugänglichen DeSK-Showroom in Backnang zu sehen sein.