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Die ehemalige Neustrelitzer Stadtarchivarin Christiane Witzke hat das Rätsel um die Herkunft des aus der Bürgerhorst gestohlenen Kriegerdenkmals (Strelitzius berichtete) gelöst. Wie mir mein Blogpartner und Adelsexperte Rajko Lippert am Abend mitteilte, hat die Expertin für Heimatgeschichte in einem Reiseführer von 1926 eine Beschreibung des Obelisken gefunden.

Danach stand das 1895 aufgestellte Denkmal auf dem Hof der Husarenkaserne in der Strelitzer Straße, heute Husarenmarkt. Als in der frühen DDR die Kasernierte Volkspolizei hier einzog, war der Obelisk vermutlich nicht mehr zeitgemäß. Nicht geklärt ist, ob er in der Bürgerhorst durch Vergraben versteckt wurde, um ihn vor der Zerstörung zu bewahren, oder dort von den neuen Machthabern entsorgt wurde.

„Das Denkmal gehört also definitiv zur Geschichte von Mecklenburg-Strelitz, was die Sache des Diebstahls nicht besser macht“, so Lippert. „Jetzt können wir nur hoffen, dass das Kulturgut wieder auftaucht.“