Ab der kommenden Woche wird der Landkreis auch die Jugendherbergen in Mirow und Zielow für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen. Das hat die Verwaltung heute mitgeteilt. „Zwar hatte das Unterbringungsmanagement ursprünglich dieses zusätzliche Angebot nicht unbedingt in Anspruch nehmen wollen, weil die Herbergen nur vorübergehend bis Ende Februar zur Verfügung stehen. Jedoch haben sich die Jugendherbergen mit entsprechendem Personal und Versorgungsverträgen komplett auf eine Aufnahme der Asylbewerber vorbereitet, so dass es sinnvoll ist, diese geeigneten Übergangsquartiere auch zu nutzen“, erläuterte Kreissprecherin Haidrun Pergande.

Grundlage ist ein Vertrag, den das Innenministerium mit dem Landesverband vom Deutschen Jugendherbergswerk im September abgeschlossen hat. Zugleich hoffen die Organisatoren im Kreis, in den Ämtern und Städten, dass sie damit etwas Luft bei ihrer Suche und Herrichtung weiterer dezentraler Unterkünfte bekommen, heißt es aus der zuständigen Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung. In Mirow können maximal 70 und in Zielow 60 Menschen über den Winter betreut und untergebracht werden.

In der Mecklenburgischen Seenplatte sind zudem bislang 152 Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern hier angekommen sind, in der Obhut des Jugendamtes.