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Fisch

Da schwarzer Heilbutt hier nicht an jeder Ecke zu haben ist, habe ich dieses Rezept der bretonischen Küche lange zu den Akten gelegt gehabt. Dieser Tage fiel es mir mal wieder in die Hände, und ich habe es einfach mit anderem Fisch probiert. Die Holde hatte keinen klaren Einkaufsauftrag und kam mit Pangasius wieder.

Nicht unbedingt mein Favorit, aber das Ergebnis war trotzdem super. Weil der Fisch noch in hammermäßige Soße getunkt wird, ehe er im Mund verschwindet. Und dort alle Geschmacksknospen anregt, ja fast zur Explosion bringt.

Also 750 Gramm Pangasius trocken tupfen und in Scheiben schneiden. Drei Zwiebeln, zwei Möhren und eine halbe Knolle Sellerie würfeln. Eine Lauchstange in Ringe und zwei Kartoffeln in Schnitze schneiden. Ein paar Bohnen hatten sich noch in Nachbars Garten gefunden und schaden auf keinen Fall.

750 Milliliter Gemüsebrühe mit einem Teelöffel getrocknetem Thymian, einem Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer aufkochen. Das Gemüse und zwei der drei Zwiebeln zugeben und fünf Minuten garen. Die Fischstücke oben drauf und noch einmal zehn Minuten schwache Hitze im geschlossenen Topf.

Jetzt die Soße: Drei Esslöffel Weißweinessig und fünf Esslöffel Olivenöl mit der restlichen Zwiebel mischen. Ein halbes Bund gehackte Petersilie dazu, außerdem zwei Teelöffel Senf, Salz und Pfeffer. Alles glatt rühren.

Gemüse und Fisch mit der Schaumkelle aus dem Sud heben. Die Bretonen schneiden Brötchen in Scheiben und rösten die, wir sind mit ofenwarmem Ciabatta ein weiteres Mal fremd gegangen. Einen ebeno guten wie eiskalten Weißwein dazu und bei allen Entgleisungen ein „Vive la France!“.