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Pasta

Als ich mein erstes Pasta-Kochbuch aufschlug, strahlte mich eine macchina per la pasta an. Und unterschwellig entstand der Wunsch, so eine Nudelmaschine einst zu besitzen. Um die 15 Jahre sollten vergehen, bis mir mein Goldkind den lange gehegten Wunsch von den Augen ablas und mir so ein Teil unter den Christbaum stellte. Und das gleich noch mit einem zusätzlichen Ravioli-Aufsatz.

Nachdem ich allerdings die Bedienungsanleitung gelesen hatte, fragte ich mich ernsthaft, ob die Italiener noch allte Latten am Zaun haben. Denn wer Nudeln selbst herstellen will, braucht vor allem eines, was immer knapper wird: Zeit. Womit ich nicht gerechnet habe: Der Aufwand wird durch Spaß und Stolz kompensiert. Denn hier zieht Handarbeit in die Küche ein, wo früher eine Packung aufgerissen wurde.

Das ist wie mit dem Heimwerker, der sich das Werk seiner Hände hätte fertig kaufen oder eine Firma betrauen können. Außerdem mag es ja Einbildung sein, aber die Nudeln schmecken auch noch besser. Oder frischer. Oder so. Bei uns gab es heute Gemüse-Tagliatelle, und ich habe mich schon die ganze Woche auf meine macchina gefreut.

Mein Goldkind wäre auch mein Goldkind, wenn es nicht so spendabel gegenüber seinem Alten wäre. Es hat in ein Fabrikat von GEFU investiert, aber es geht auch um einiges preiswerter. Die Mechanik ist immer die gleiche, und das Durchkurbeln von Teig führt nun auch nicht gerade zu den großen Abnutzungserscheinungen.

Ach, und noch etwas: An der Maschine lässt es sich auch prima mit Frauchen arbeiten. Spätestens, wenn gerade nicht eine Kurznudel angesagt ist.

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